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Telekom-Spitzelaffäre: Ehemaliger Chef Ricke vor Gericht

Telekom-Spitzelaffäre: Ehemaliger Chef Ricke vor Gericht

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Am Freitag musste der ehemalige Chef der Telekom, Kai-Uwe Ricke, in Bonn im Prozess gegen die Deutsche Telekom aufgrund der Spitzelaffäre aussagen. Ricke muss sich nun selbst dem Gericht stellen, denn er wurde schon zum Auftakt des Prozesses vom Hauptangeklagten, Klaus T., ehemaliger Sicherheitschef der Telekom, schwer belastet.

Klaus T. hatte ausgesagt, dass Ricke über die Auswertung der Telefonverbindungen von Journalisten, Betriebsräten und Aufsichtsräten informiert gewesen sei.

Von Seiten der Staatsanwaltschaft wurden die Ermittlungen gegen Kai-Uwe Ricke eingestellt. Es war damals nicht möglich dem ehemaligen Telekom-Chef nachzuweisen, dass er im Zusammenhang mit der Beauftragung der Auswertung der Verbindungen stehe. Selbstverständlich weist Ricke weiterhin alle Vorwürfe zurück.

In den Jahren 2005 und 2006 wurden bei der Telekom Telefonverbindungen ausgewertet, angeblich, weil man ein Leck in den eigenen Reihen ausfindig machen wollte. Im Frühjahr 2008 ist die Aktion dann publik geworden.