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Telefonwerbung: Es werden drastischere Strafen gefordert

Telefonwerbung: Es werden drastischere Strafen gefordert

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Telefonwerbung ist noch immer ein sehr heikles Thema. Viele Firmen haben sich bisher von dem, was es zwar schon seit 1954 gibt, dem allerdings im Jahr 2009 ein Strafmaß hinzugefügt wurde, trotzdem nicht von Werbeanrufen abhalten lassen.

Die im Gesetz verankerten 50.000 Euro Strafe schrecken die Unternehmen nicht ab. Die Telefonwerbung läuft wie bisher weiter. Immer wieder bekommen Verbraucher diese lästigen Verkaufsanrufe. Am heutigen Mittwoch fordert in Mainz die Verbraucherschutzzentrale von Rheinland-Pfalz und deren Landesregierung eine drastischere Verschärfung des Gesetzes. Allerdings mit sofortiger In-Kraft-Setzung und nicht erst unter Einhaltung der Evaluierungszeit von drei Jahren.

Die meisten Telefonwerbungs-Anrufe sind Lotterie- oder Gewinnspiele, manche sind so dreist und verkaufen bis zu zwanzig Gewinnspeile auf einmal.

Die Telefonmitarbeiter, die noch immer in der Telefonwerbung arbeiten, sind äußerst geschickt und es ist oftmals ein Leichtes für sie, ein Produkt an den Mann oder die Frau zu bringen. Die Abbuchungen, die dann mit Schrecken von den Verbrauchern festgestellt werden, gehen oft weit über hundert Euro hinaus.

Es wird zu der höheren Strafe verlangt, dass ein telefonisch aufgedrängter Vertrag erst dann zustande kommen soll, wenn dieser vom Verbraucher nochmals selbst unterzeichnet zurückgeschickt wird. Somit kann man dann sicher gehen, dass der Verbraucher Interesse an dem Vertrag hat.

Andererseits muss man unseren Verbraucherschützern auch mal sagen, dass sie völlig weltfremd sind. In diesem Bereich alles und jeden über den gleichen Kamm zu scheren macht keinen Sinn. Direkte Vertragsabschlüsse am Telefon sollten unterbunden werden. Allerdings sollte es hingegen erlaubt sein, Termine mit Verbrauchern zu vereinbaren. Wenn sich die Unternehmen an die Gesetze halten, dürfen sie nicht einmal ihre Kunden und andere Unternehmen anrufen, wenn keine schriftliche Einverständniserklärung vorliegt. Ganz schön weltfremd.