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Tatsächlich: USA erlauben wieder Tiefseebohrungen nach riesiger Ölpest

Tatsächlich: USA erlauben wieder Tiefseebohrungen nach riesiger Ölpest

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/uscgd8/4559823169/sizes/m/in/photostream/##uscgd8
Noch sind die Schäden der riesigen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nicht beseitigt, da erlauben die Vereinigten Staaten von Amerika wieder Tiefseebohrungen. Kaum zu glauben, aber US-Präsident Obama hat für 13 Konzerne wieder grünes Licht gegeben, damit sie ihre Bohrungen weiterführen können.

Verboten wurden diese Bohrungen als es um die größte Katastrophe, die der Umwelt jemals angetan wurde, im Golf von Mexiko ging. Vor einem knappen Jahr waren unvorstellbare 780 Millionen Öl in die Umwelt gelangt als die Ölbohrinsel Deepwater Horizon explodierte.

Dies kostete elf Menschen das Leben. Darüber hinaus wurde eine Fläche, die etwas über die Hälfte so groß ist wie Deutschland, vergiftet. Bis heute weiß man noch nicht genau, welche Schäden diese Katastrophe auf Dauer angerichtet hat.

Jetzt will das Innenministerium in Washington sogar bei der erneuten Genehmigung zu Tiefseebohrungen auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichten. Auch in Amerika setzen sich die Lobbyisten, hier die mächtigen Ölkonzerne zum Schaden für die Menschen und Umwelt, wieder einmal gnadenlos durch. Von Barack Obama hätte man zu seinem Amtsantritt anderes erwartet, aber er kann wohl dem immensen Druck der Ölindustrie ebenfalls nicht standhalten.

Die Ölindustrie gab an, dass ein weiterer Bohrstopp die Steuereinnahmen der USA mindere und der Verlust von 12.000 Arbeitsplätzen entstehen würde. Das war für die Regierung wohl überzeugend. Somit können die mächtigen Konzerne wie BP, Shell und Chevron jetzt wieder ungehindert in der Tiefe bohren. Einzige Auflage: sie müssen strengere Sicherheitsvorschriften erfüllen. Wie das vor knapp einem Jahr auf der Deepwater Horizon ausgesehen hat weiß man und es bleibt unvergessen, wohl nur für die Menschen, die bis heute noch mit den Schäden konfrontiert werden und deren Lebensbasis dadurch entzogen wurde.