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Tatsächlich? Umweltminister Röttgen stoppt Atommüll-Transport nach Russland

Tatsächlich? Umweltminister Röttgen stoppt Atommüll-Transport nach Russland

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/guenterhh/5108399952/sizes/m/in/photostream/##GuenterHH
Will sich der Bundesumweltminister Röttgen jetzt von seiner weihnachtlichen Seite zeigen? Es darf gerätselt werden. Jedenfalls stoppte er jetzt den vorgesehenen Atommülltransport der Castoren nach Russland.

Der aus der Ex-DDR stammende Atommüll soll wohl nicht wie geplant nach Russland verbracht werden. Norbert Röttgen hält den Transport für zu unsicher. Der umstrittene Atommüll-Transport aus dem jetzigen Zwischenlager Ahaus nach Russland wird von ihm verweigert.

Jedenfalls wurde das vom Minister selbst in Bonn mitgeteilt. Ursprünglich sollten 951 Brennelemente aus dem Ex-DDR-Forschungsreaktor in Dresden-Rossendorf nach Majak/Russland, einem auch umstrittenen Atom-Endlager, transportiert werden. Laut Röttgen sei allerdings die Aufbereitungslage dort nicht im Betrieb. Grundlage für den Transport des Giftmülls war eine Vertrag zwischen Russland, den USA und der Internationalen Atomenergiebehörde über die Rückholung von Brennelementen. Zuvor hatte allerdings das Bundesamt für Strahlenschutz die Beförderung des Atommüll-Transports auf deutschem Gebiet genehmigt.

Es ist zu hoffen, dass Röttgen nach dieser Mitteilung nicht wieder umfällt wie bei den Verlängerungen der Laufzeiten für Atomkraftwerke erst vor kurzem. Wenn der Stopp jetzt Wahlkalkül sein sollte spielt Röttgen nicht nur mit den Interessen der deutschen Bürger. Es ist abzuwarten, ob er seine heutige Meinung dieses Mal durchsetzen kann und unter dem Druck starker Lobby-Interessen nicht wieder umfällt.