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Tarifverhandlungen Lokführer: Streik und Streit

Tarifverhandlungen Lokführer: Streik und Streit

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Für den 16. Februar hat die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) Warnstreiks angekündigt. Der Tarifkampf scheint sich jetzt schon vor den Streiks auszuweiten.

Norbert Quitter, stellvertretender GDL-Vorsitzender warnte, dass es zu einem genauso großen Arbeitskampf kommen könne wie vor drei Jahren. Damals ging es um einen elf Monate andauernden Tarifkampf mit bundesweiten Streiks.

Auf die Ankündigung der GDL antwortete Alexander Kirchner (Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft – EVG) äußerst heftig. Der „Spiegel“ zitiert ihn mit den Worten, dass die GDL die Abgrenzung und den Konflikt zur EVG suche. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft versuche, ihr Organisationsgebiet auszudehnen. Claus Weselsky, Chef der GDL, singe jetzt das Lied der Tarifpluralität und spreche der EVG die Berechtigung des Tarifvertragsabschlusses ab. Beim anstehenden Konflikt wird mit harten Folgen für die Bahnkunden gerechnet.

Es sieht so aus als würde die Bahn wieder unattraktiver und der Kunde wieder der Leidtragende, wenn es zu keiner Einigung kommen sollte. Ein weiteres Stück der negativen Realität, wenn immer mehr privatisiert wird und die oft angepriesene Konkurrenz nicht richtig funktionieren kann.