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Stuttgart 21: Zehntausende demonstrieren – Verhandlungen und Baustopp gefordert

Stuttgart 21: Zehntausende demonstrieren – Verhandlungen und Baustopp gefordert

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/gruene_bawue/4786484724/sizes/l/in/photostream/##GRÜNE Baden-Württemberg
Das Bahn-Projekt Stuttgart 21 war auch an diesem Wochenende wieder Auslöser für eine Großdemonstration. Das Motto der Demonstration, die am Samstag Zehntausende Protestierende auf die Straße gelockt hat, war: „Sofort Baustopp – dann Gespräche“.

Die Demonstranten fordern, dass weitere Gespräche zwischen Gegnern und Befürworten geführt werden und dabei der Vorschlag Heiner Geißlers geachtet wird, die Bauarbeiten für die Zeit der Verhandlungen ruhen zu lassen.

Insgesamt sollen nach Veranstalter-Angaben an der Demonstration 150.000 Menschen teilgenommen haben. Die Polizei spricht von etwa einem Drittel an Demonstranten. Diesmal hat die Polizei anscheinend nicht übermäßig hart eingegriffen, so dass der Protestzug friedlich durch Stuttgart geleitet werden konnte. Eine Abschlusskundgebung gab es dann am Schlossplatz in Stuttgart.

Mit dem Projekt Stuttgart 21 will die Bahn eine deutliche Entlastung des Schienenverkehrs in Stuttgart erreichen. Der aktuelle Kopfbahnhof soll unterirdisch in einen Durchgangsbahnhof gewandelt werden. Außerdem erhofft sich die Bahn durch das Projekt verkürzte Umsteigewege. Die Gegner von Stuttgart 21 kritisieren zum einen die deutlich höheren Kosten, denn in den Projektplanungen waren diese wesentlich niedriger angesetzt. Außerdem ist ein Streit um die Bäume im Schlosspark entfacht, die dem Projekt weichen müssen und Heimat für eine bestimmte Käferart, nämlich dem Juchtenkäfer, sind. Darüber hinaus, so mahnen die Gegner des Projekts, würden die benötigten Lichtschächte das Stadtbild extrem negativ beeinflussen.