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Stuttgart 21-Streit: Später Sieg für den Juchtenkäfer? Bäume sind weg, Juchtenkäfer auch!

Stuttgart 21-Streit: Später Sieg für den Juchtenkäfer? Bäume sind weg, Juchtenkäfer auch!

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/47714053@N08/5042170940/sizes/m/in/photostream/##bastianhaas
Wie „Spiegel Online“ mitteilt konnte ein Eilantrag zum Stopp der Rodung der Bäume im Stuttgarter Schlossgarten nicht entschieden werden: Die Bahn habe wichtige Unterlagen vorenthalten.

Jetzt erklärte das Verwaltungsgericht Stuttgart, es hätte dem Antrag mit großer Wahrscheinlichkeit stattgegeben. Die Meldung des Gerichtes ist für die Gegner des Projekts Stuttgart 21 ein schwerer Schlag.

Hätte das Verwaltungsgericht rechtzeitig die vorenthaltenen Akten erhalten, dann wären wohl nicht die Bäume im Schlossgarten gefällt worden und mit ihnen ihre wertvollen Bewohner, die Juchtenkäfer! Wieviele mussten dabei ihr Leben lassen? Das interessiert natürlich weder die Polizei noch die Befürworter.

BUND (Naturschutzvereinigung) hatte einen Eilantrag am 30. September gestellt, um die Fällung der Bäume zu verhindern. Vom Eisenbahnbundesamt wurden am gleichen Tag in einem Schreiben an die Bahn ökologische Bedenken angemeldet, weitere Pläne seien zum Schutz des Juchtenkäfers erforderlich und vorher dürfe nicht gerodet werden. Obwohl dieses Schreiben eine entscheidene Rolle für das Urteil gehabt hätte, wurde es von der Bahn dem Verwaltungsgericht Stuttgart nicht vorgelegt. Brigitte Dahlbender (Landesvorsitzende BUND Baden-Württemberg) sagte hierzu, dass dies eine deutliche Ohrfeige des Verwaltungsgerichtes für die Deutsche Bahn sei.

Nur leider ist der entstandene Schaden jetzt nicht mehr gutzumachen.