close
Stuttgart 21: Gegner geben nicht auf – weitere friedliche Massendemonstration

Stuttgart 21: Gegner geben nicht auf – weitere friedliche Massendemonstration

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/michaelpollak/4624259277/sizes/m/in/photostream/##michael pollak
Nach den brutalen Polizeieinsätzen gegen friedliche Bürger, Jugendliche und sogar Kinder und Senioren sind die Gegner nicht nur entsetzt, sie haben auch den Willen, sich weiterhin friedlich einzusetzen gegen das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21.

Nachdem in der gestrigen Nacht unter riesigem Polizeiaufgebot die ersten 25 uralten Bäume gefällt wurden im Schlossgarten gab es am Abend und in der Nacht erneut eine Demonstration. Laut Veranstalterangaben beteiligten sich daran mehr als 100.000 Menschen. Das ist bisher die höchste Zahl an Menschen, die sich gegen das umstrittene Großprojekt zur Wehr setzen.

Sie skandierten im Schlossgarten „Mappus weg“ und sprachen von Lügen des Innenministers Heribert Rech und ihres Ministerpräsidenten Mappus. Rech hatte gestern noch vor der Presse laue Worte für die Übergriffe der Polizei.

Nicht nur, dass die Zuständigkeiten wieder von einem zum anderen geschoben wurden für den Polizeieinsatz, nein, er machte sich noch lächerlich mit den Worten, man habe ja nur einen kleinen Sprühregen auf die Demonstranten „losgelassen“. Sogar Schirme hätten diesen aufhalten können, denn die Demonstranten hätten unter diesem „Regen“ noch weiter skandiert.

Wie verachtend kann man eigentlich noch über friedliche Bürger dieser Republik sprechen, die nur einig und geschlossen für ihre ureigensten Belange in dieser Republik kämpfen und trotzdem nicht mehr wahrgenommen werden?

Ändern wird sich das ganze Bild in dieser Republik von Berlin über Stuttgart bis nach Hamburg vielleicht schon im Frühjahr 2011 bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Und dabei wird es sich nicht um einen „Schwabenstreich“ handeln sondern hoffentlich für ein starkes Votum an die Politiker, endlich im Sinne derer zu handeln, die sie gewählt haben und die bis jetzt nicht gehört werden und die man mittlerweile sogar mit Pfefferspray und Wasserwerfern traktiert.

Auch in Berlin wird wohl hoffentlich dann endlich nach einem Jahr unsäglicher Entscheidungen mehr Vernunft einkehren. Die Bundeskanzlerin sollte schon einmal einen neuen Hosenanzug für die kalte Jahreszeit ordern.