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Stiftung Warentest: Banken beraten katastrophal

Stiftung Warentest: Banken beraten katastrophal

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/maha-online/62627811/sizes/m/##maha-online

Das Magazin „Stiftung Warentest“ hat eine Untersuchung unter Banken durchgeführt. Hintergrund war ein Test der Anlageberatung der jeweiligen Bank. Ergebnis: Die Beratung in Banken ist katastrophal! Gesetzliche Bestimmungen werden nicht eingehalten, es wird nicht aufgeklärt und es fehlt die nötige Sachkunde.

Wie es scheint haben die Banken nichts dazugelernt. Schon im vergangenen Jahr hat das Magazin einen Test unter den Banken durchgeführt, der noch etwas besser ausgefallen war als der diesjährige.

Insgesamt haben die Verbraucherschützer 21 Banken untersucht. Aufgabe dabei war, ein Kapital von 35.000 Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren anzulegen. Es wurden 146 Gespräche mit den Instituten geführt. Am schlechtesten haben dabei die Postbank, Targobank, BW Bank, Hypovereinsbank, Volksbank Mittelhessen und die Nassauische Sparkasse abgeschnitten. Am besten haben sich noch die Kreissparkasse Köln und die Hamburger Sparkasse hervorgetan. Traurig nur, dass diese beiden Institute lediglich das Urteil „befriedigend“ erhielten. Dementsprechend hat keine Bank die Benotung „gut“ oder „sehr gut“ erhalten. Die meisten Banken haben mit „ausreichend“ abgeschnitten. Darunter auch die Deutsche Bank, Commerzbank und die SEB, deren Deutschland-Filialen gerade erst verkauft wurden.

Die Bankberater denken oftmals gar nicht an die gesetzlichen Bestimmungen. Protokolle der Gespräche wurden bei der Hälfte der Beratungen erst gar nicht angefertigt, obwohl dies seit knapp einem Jahr vorgeschrieben ist.

Diese Untersuchung zeigt einmal mehr wie wichtig es ist, sich nicht einer Bank anzuvertrauen und einseitig beraten zu lassen, sondern vielmehr auf das Wissen und die Erfahrung von unabhängigen Finanzberatern zu setzen. Die unabhängigen Berater haben keine Produktionsvorgaben und beraten den Kunden auf dessen Bedürfnisse hin. Außerdem ist vielfach die berufliche Ausbildung der freien Berater deutlich besser.