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Steuersünder-Daten bringen dem Staat Milliarden Euro

Steuersünder-Daten bringen dem Staat Milliarden Euro

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/mutednarayan/729874990/sizes/m/in/photostream/##mutednarayan
Die Steuergewerkschaft rechnet mit zwei Milliarden Euro zusätzlicher Einnahmen für den Staat.

Dieter Ondracek (Vorsitzender Deutsche Steuergewerkschaft) spricht davon , dass die angekauften Daten und die drastisch gestiegene Zahl der Selbstanzeigen in einem Zusammenhang stehen.

Bisher gab es in diesem Jahr 25.000 Selbstanzeigen, das heißt etwa 1,5 Milliarden Euro Steuernachzahlungen. Die einzelnen Ermittlungen sind mit weiteren 500 Millionen Euro geschätzt, so dass der Staat sich über zusätzliche zwei Milliarden Euro Einnahmen freuen kann.

Heinrich Kieber, ehemaliger Angestellter der LGT Bank in Liechtenstein, hatte über Daten von 46 prominenten Steuerbetrügern zu verfügen. Er brachte den Skandal um Klaus Zumwinkel (Ex-Postchef) ins Rollen. Heute muss er daher in einem Zeugenschutzprogramm an einem geheimen Ort leben.

Nach seinen Angaben verfügt er über Daten von 3929 Stiftungen, Gesellschaften und Trusts sowie von 5828 natürlichen Personen. Diese Daten der LGT-Kunden hat er an 13 Staaten weitergegeben.

Allerdings wird noch immer über die Selbstanzeigen in der Politik heftig gestritten. Es ist einem normalen Bürger wohl auch nicht verständlich zu machen, wieso er wegen einiger Euro sofort zur Kasse gebeten, abgemahnt und gepfändet wird, während die Steuersünder und Selbstanzeiger trotz Zahlungen einfach so davon kommen. Es soll hier erinnert werden daran, dass Steuerhinterziehung eine kriminelle Handlung ist, die zu Recht streng bestraft wird und werden muss.