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Stark erhöhte Radioaktivität im Atommüll-Endlager Asse gemessen

Stark erhöhte Radioaktivität im Atommüll-Endlager Asse gemessen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kefraya/493583800/sizes/m/in/photostream/##hmboo
Jetzt bekommen auf erschreckende Weise diejenigen recht, die schon immer am Atommüll-Endlager Asse gezweifelt haben. In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse (Wolfenbüttel) ist die Radioaktivität vor einer Einlagerungskammer stark gestiegen. Der dort gemessene Wert von Cäsium 137 und Kobalt 60 war stark erhöht.

In einem Bohrloch wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vor Kammer 12 eine Aktivität von 240.000 Becquerel Cäsium 137 pro Liter gemessen. Das war der bisher höchste Wert, der jemals seit dem Jahr 1978, der Lagerung, registriert wurde. Es wurden bereits, so die BfS, Schutzmaßnahmen für die Sicherheit der Beschäftigung ergriffen.

Allerdings gibt nach wie vor die erhöhte Radioaktivität vor der Kammer 12 allen Rätsel auf. In der Zukunft sollen, so die bisherige Planung, 126.000 dort gelagter Fässer mit Atommüll zurückgeholt werden, weil es keine Sicherheit auf Dauer gibt. Das alte Bergwerk ist einsturzgefährdet, das weiß man seit langem. Diese Aktion soll nach Schätzungen von Experen mehrere Milliarden Euro kosten.

Wer behauptet, Atomstrom sei preiswerter und verträglicher, bekommt hier jetzt bereits das Gegenteil zu spüren und erfährt es direkt vor Ort. Preiswerter ja für die Atomindustrie, denn der Staat muss zahlen und damit die Bürger, verträglicher? Das ist eine glatte Lüge. Da kann sich jeder Bürger schon einmal ausdenken, was passieren könnte, da muss man zur Zeit nur aufmerksam nach Fukushima schauen, wie beherrschbar und angeblich umweltverträglich Atomstrom ist. Diese Äußerung ist nur noch zynisch.