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Stadt Dresden verklagt Immobilienkonzern Gagfah

Stadt Dresden verklagt Immobilienkonzern Gagfah

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/alasdairnicol/2956555982/sizes/m/in/photostream/##alasdairnicol
Der Rechtsstreit verspricht Brisanz. Wegen angeblicher Verletzung des Mieterschutzes verklagt die Stadt Dresden den Immobilienkonzern Gagfah. Hierbei geht es nicht nur um Mieterinteressen sondern auch um sehr viel Geld. Der Gagfah-Konzern gehört mehrheitlich dem amerikanischen Finanzinvestor Fortress.

Dass Wohnungen und Mieter schwer vernachlässigt werden bei der Gagfah berichtete FZ bereits am 19. Februar diesen Jahres. Durch die neuesten Vorwürfe gerät auch der Aktienkurs des Unternehmens wieder ständig unter Druck.

Schließlich gehört die Wohnungsbaugesellschaft zu einer der größten börsennotierten Unternehmen. Beim Verkauf von mehr als 45.000 Wohnungen seien Schutzklauseln für die Mieter und eine Sozialcharta bereits im Jahr 2006 vereinbart worden, die offenbar nicht eingehalten wurden und werden. Damals übernahm die Gagfah die städtische Wohnungsgesellschaft Woba für rund 1,7 Milliarden Euro. Immerhin handelt es sich bei Verstößen gegen die festgelegten Kriterien um nicht unerhebliche Strafen bis zu 1,06 Milliarden Euro.

Bekannt wurde zudem jetzt, so „Die Welt“, dass gegen den Geschäftsführer William Brennan wegen des Verdachts auf Insiderhandel von der Bankenaufsicht BaFin Ermittlungen laufen.