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Staatsschulden in Deutschland bei 1,762 Billionen Euro

Staatsschulden in Deutschland bei 1,762 Billionen Euro

Die Staatsschulden von Deutschland liegen bei 1,762 Billionen Euro, dabei fließen die Schulden der öffentlichen Haushalte, Gebietskörperschaften und des Staats mit ein.

Im Jahr 2009 hat Deutschland wieder gegen die Maastrichter Verträge verstoßen. Die Verschuldung des Deutschen Staats ist insgesamt auf 1,762 Billionen Euro geklettert. Dabei ist die Last der Schulden von 65,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 73,2 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Die Maastricht-Verträge sehen einen maximalen Verschuldungsgrad von 60 Prozent vor.

Insbesondere erhöhten die Ausgaben, die durch die Finanzkrise entstanden sind, die Schuldenlast um 116 Milliarden Euro. Von Seiten der Notenbank kommen mahnende Worte, der Staat müsse seine Finanzen umgehend konsolidieren. Die Neuverschuldung der öffentlichen Hand lag im Jahr 2009 bei 3,3 Prozent. Auch hier lag Deutschland über den drei Prozent, die nach den Verträgen von Maastricht erlaubt sind.

Einer der Hauptgründe für den starken Schuldenanstieg sind die Hilfspakete für angeschlagene Banken gewesen. 40 Prozent des Anstiegs sind alleine auf diese Maßnahmen zurückzuführen. Bereits seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland wachsen die Staatschulden jährlich an. Insgesamt fallen dabei drei große Sprünge auf. 1973 ist ein deutlicher Anstieg wegen der damaligen Öl-Krise zu sehen. Die deutsche Wiedervereinigung hatte einen starken Schuldenanstieg zur Folge und die seit dem Jahr 2008 anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise.

Die Schulden steigen je Sekunde und Bürger der Bundesrepublik um 4.489 Euro an. Alleine wenn man diesen Bericht in einer durchschnittlichen Zeit von 2,5 Minuten liest sind die deutschen Staatsschulden um 673.350 Euro angestiegen.