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Staatsanwaltschaft verzichtet auf Sichtung von Telekom-Festplatten

Staatsanwaltschaft verzichtet auf Sichtung von Telekom-Festplatten

Die Affäre Korruptionsvorwürfe gegen die Telekom ist weitaus tiefer als bislang angenommen. Beamte und Manager in Osteuropa wurden offenbar bestochen. Es wurden anscheinend Millionenbeträge für Transaktionen überwiesen, die nur zum Schein getätigt wurden. Es ging um Firmen, die in der Schweiz, auf den British Virgin Islands und auf Zypern beheimatet sind.

Soweit ein Bericht des Magazins „Spiegel“, der sich auf einen Untersuchungsbericht der Deutschen Telekom stützen soll.

In den Bilanzen der Tochter-Unternehmen der Telekom-Tochter Magyar Telekom sind offenbar Scheinverträge ausgewiesen worden, die Beratungsleistungen und Marktstudien bezahlten, aber nie in Anspruch genommen wurden. Damit die Spuren verwischt werden konnten soll Magyar Telekom selbst bis zum Jahr 2006 Daten gelöscht haben.

Bereits im Sommer 2007 haben Ermittler von US-Behörden die Telekom aufgefordert Daten zu kopieren, die sich auf den Festplatten der Vorstände und Manager befunden haben. Die Festplatten sind noch heute bei einem externen Dienstleister eingelagert. Allerdings verzichtet die Staatsanwaltschaft in Bonn augenblicklich darauf die Festplatten zu sichten, da man der Meinung ist, dass man schon genügend Datenmaterial der Telekom vorliegen habe.

Derzeit wird gegen Telekom-Chef René Obermann und acht weitere Top-Manager wegen des Verdachts auf Bestechung und Korruption ermittelt.