close
Spitzelaffäre: Zumwinkel und Ricke werden nicht angeklagt

Spitzelaffäre: Zumwinkel und Ricke werden nicht angeklagt

Die Staatsanwaltschaft in Bonn hat das Ermittlungsverfahren wegen der Bespitzelungsaffäre gegen die ehemaligen Telekom-Vorstände eingestellt. Staatsanwalt Friedrich Apostel hat am Montag bekannt gegeben, dass man keine Anklage gegen die beiden früheren Vorstände der Telekom erheben werde.

Damit müssen sich der Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und Ex-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke nicht vor Gericht für die Affäre verantworten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es nicht möglich, einen hinreichenden Tatverdacht festzustellen. Es ist fraglich, ob in dieser Affäre jetzt überhaupt noch jemand zur Verantwortung gezogen wird.

Im Frühjahr 2008 ist die sogenannte Spitzelaffäre aufgedeckt worden. Von der Telekom wurden Manager, Aufsichtsräte und Gewerkschafter ausspioniert. Damit soll sich die Telekom unerlaubt mit Informationen anderer Unternehmen versorgt haben. Die Bonner Staatsanwaltschaft wollte deshalb die ehemaligen Vorstände der Telekom dafür zur Rechenschaft ziehen.