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SPD kämpft für Geldstrafen für Ärzte, die Privatpatienten bevorzugen

SPD kämpft für Geldstrafen für Ärzte, die Privatpatienten bevorzugen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/sven_kindler/3899141407/sizes/m/in/photostream/##sven_kindler
Die SPD arbeitet an einem Gesetzesentwurf, bei dem die Ärzte bisher schon so oft Aufsehen erregt haben. Es geht um die Wartezeiten für privat und gesetzlich Versicherte. Wer privat versichert ist und einen Termin bei seinem Arzt möchte, kann in der Regel „sofort“ vorbei kommen.

Ein Ende der Zweiklassengesellschaft beim Arzt? Schön wäre es, die SPD arbeitet an einem Gesetzesentwurf, bei dem Strafen für die Ärzte in einer Höhe von bis zu 25.000 Euro ausgesprochen werden könnten.

Dies ist aber noch nicht alles. Wer als gesetzlich Versicherter zu lange auf einen Termin warten muss, kann den Arzt nicht nur zu einer Geldstrafe verklagen, sondern hier ist es dann für die Mediziner auch möglich, die Zulassung als Arzt bis zu drei Jahre zu verlieren. Hier spricht man wohl von mehr als fünf Tagen Wartezeit für einen Termin. Dieser Zeitraum ist unzumutbar für einen Patienten, so der Gesetzgeber.

Um einen kleinen Überblick zu bekommen: Es gibt derzeit ungefähr 70 Millionen Deutsche, die gesetzlich versichert sind und gerade mal 10 Millionen private Krankenversicherte. Wenn es nach der SPD geht, soll sich nicht nur im ambulanten Bereich einiges ändern, sondern auch bei stationären Krankenhausaufenthalten. Drei- und Vierbettzimmer sollen immer seltener werden, das Zweibettzimmer soll in deutschen Krankenhäusern zum Standard werden.