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SPD: Hartz IV-Empfänger sollen weiter Geld für Alkohol und Tabak bekommen

SPD: Hartz IV-Empfänger sollen weiter Geld für Alkohol und Tabak bekommen

Die SPD will den Hartz IV-Empfängern in Deutschland auch weiterhin Geld für Alkohol und Tabak zahlen. Man spricht sich dafür aus, die Kosten für Alkohol und Tabak, die sich schon heute im Hartz IV-Regelsatz widerspiegeln, nicht zu verändern.

Elke Ferner, SPD-Fraktionsvorsitzende, hat gegenüber „Bild“ gesagt, dass man von der Regierung fordern würde, dass die Lebenswirklichkeit in den Regelsätzen abgebildet wird. Sie ist der Meinung, dass dazu auch Alkohol und Zigaretten gehören würden.

Alkohol und Zigaretten von der Stütze? In Deutschland scheint alles möglich zu sein. Selbstverständlich ist es die „Lebenswirklichkeit“ in Deutschland, dass Menschen Alkohol und Zigaretten konsumieren. Muss das allerdings deshalb staatlich unterstützt werden? Ist es nicht so, dass es bei den Krankenkassen Studien darüber gibt, die belegen, dass der Konsum von Alkohol und Tabak zu deutlich mehr Krankheiten führen?

„Bild“ sollen Informationen vorliegen, wonach die Regierung darüber nachdenke, das Geld für Alkohol und Tabak aus den Regelsätzen zu streichen. Ob es sich hier um eine Idee handelt, die einem verspäteten Sommerloch im politischen Berlin zuzuordnen ist oder ob es sich um einen konkreten Vorschlag handelt, der tatsächlich umgesetzt werden kann, wird sich zeigen.