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Sparvolumen der Deutschen bei durchschnittlich 60.000 Euro

Sparvolumen der Deutschen bei durchschnittlich 60.000 Euro

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/pfala/2397377934/sizes/m/in/photostream/##pfala
Die Deutschen sind ein sehr sparsames Völkchen. Das vergangene Jahr hatte eine positive Entwicklung an der Börse verzeichnet und die Deutschen sind recht sparsam. Das führt dazu, dass die Deutschen derzeit ein durchschnittliches Sparvermögen von knapp 60.000 Euro vorweisen können, so eine Erhebung, die von Allianz Global Investors durchgeführt wurde.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 hat die Deutschen vorsichtig und sparsam gemacht. Im vergangenen Jahr kamen die Deutschen auf eine Erhöhung des Bruttovermögens von fast 220 Milliarden Euro. Insgesamt haben die Deutschen damit einen Betrag von 4,88 Billionen Euro angelegt.

Daraus ergibt sich, dass die Deutschen durchschnittlich 59.900 Euro auf der hohen Kante haben. Ende 2009 waren es noch 3.000 Euro weniger. Hauptgrund ist die positive Entwicklung der Börsen, gerade zum Ende des vergangenen Jahres, die zur Folge hatte, dass viele Sparanlagen noch einmal deutlich gestiegen sind. Aber auch die Sparquote in Deutschland ist mit 11,3 Prozent vergleichsweise hoch. Ein weiterer Grund ist der Anstieg des verfügbaren Einkommens. Immerhin hat sich dieses um im letzten Jahr 2,6 Prozent erhöht. Hintergrund ist der Wegfall von Kurzarbeit, der gestiegene Bedarf der Wirtschaft an Arbeitskräften aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung in 2010 und nicht zuletzt steuerliche Begünstigungen.

Allerdings sind die Deutschen nach wie vor sehr vorsichtige Sparer. Oftmals liegen die Gelder in kurzfristigen Sparanlagen. Gerade Banken und Sparkassen sind die Profiteure, denn 38 Prozent der Geldanlagen der privaten Haushalte sind hier deponiert. Insgesamt liegt eine Summe von 1,85 Billionen Euro in Termin- und Spareinlagen, aber auch in Pfandbriefen. Der Anteil von Aktienfonds, Aktien und Rentenprodukten liegt nur bei 28 Prozent, so Allianz Global Investors. Damit zeichnet sich ab, dass seit Beginn des neuen Jahrtausend der Trend immer mehr zu niederverzinsten Geldanlagen geht, denn damals lagen die beiden Kategorien noch gleichauf.

Letztendlich ist das allerdings eine Durchschnittsrechnung, denn die reichsten zehn Prozent der Deutschen haben einen Anteil von mehr als 60 Prozent. Zwei Drittel der Deutschen ab 17 Jahren verfügen über kein oder nur sehr wenig Vermögen, so das DIW.