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Sparkasse hat Psycho-Profile von Kunden angefertigt – Verbraucherschützer alarmiert

Sparkasse hat Psycho-Profile von Kunden angefertigt – Verbraucherschützer alarmiert

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/dustpuppy/57432171/sizes/m/in/photostream/##dustpuppy
Über viele Jahre hinweg hat die Hamburger Sparkasse (Haspa) von ihren Kunden sogenannte Psycho-Profile erstellt.

Die Haspa hat am Donnerstag zugegeben, dass sie diese Profile dazu genutzt habe, um die Kundenbedürfnisse besser verstehen zu können. So ausgedrückt klingt diese Tatsache eher harmlos. Dass allerdings skrupellose Geschäftemacherei dahinter steht wird verschwiegen.

Die Haspa hatte ihr fragwürdiges System zu Erstellung von Kundenprofilen „Sensus“ getauft. Ein interessanter Aspekt ist, dass die Haspa nach Bekanntwerden des Systems die sofortige Einstellung angeordnet hat. Ein System, das harmlos ist und dessen Ergebnisse man nur nutzen will, um gewisse Vorgänge zu verstehen braucht man allerdings nicht unverzüglich einstellen, wenn es publik wird.

Die Haspa hat ihre Kunden aufgrund der Ergebnisse der Psycho-Profile in Kunden wie „Genießer“, „Bewahrer“, „Hedonist“ oder „Abenteurer“ eingeteilt. Alles aufgrund des Lebensstils und des Konsumverhaltens. Hintergrund dieser Einteilung war, dass man in Kundenberatungen gezielter auf entsprechende Produkte verweisen konnte, die den Kunden aufgrund seiner Neigungen interessieren könnten.

Verbraucherschützer gehen auf die Barrikaden. Die Vorgehensweise der Bank ist aus Sicht der Hamburger Verbraucherzentrale „ekelhaft“, sagt Edda Castelló, Hamburger Verbraucherschützerin. Sie sagte weiterhin, dass sich die Banken über diesen Weg das Vertrauen der Kunden erschleimen und die Produkte keineswegs den Bedürfnissen der Kunden, vielmehr denen der Bank dienen.