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Sparern fehlen jährlich drei Milliarden Euro

Sparern fehlen jährlich drei Milliarden Euro

In Deutschland verschenken Sparer nach Berechnungen, die die Bank of Scotland erstellt hat, jährlich ungefähr drei Milliarden Euro. Auf Sparbüchern bei Banken in Deutschland liegen insgesamt 479 Milliarden Euro. Diese Zahl geht aus einer Zinsstatistik hervor, die von der Deutschen Bundesbank im März erstellt wurde. Dabei wird von der Bundesbank der Zinssatz, der auf Spareinlagen gewährt wird, die eine dreimonatige Kündigungsfrist haben, mit durchschnittlich 1,37 Prozent angegeben. Der Zinssatz, der aktuell auf Tagesgeld-Angebote gewährt wird, liegt im Vergleich bei guten zwei Prozent. Wenn die Sparer ihre Geldanlagen von den Sparbüchern auf die Tagesgeld-Angebote mit Top-Konditionen umschichten würden, dann könnten sie durch den erhöhten Zinssatz Mehreinnahmen erzielen, die sich auf rund drei Milliarden Euro beziffern. Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland, weiß, dass den Deutschen jährlich drei Milliarden Euro Zinseinnahmen weniger zur Verfügung stehen, nur durch Geldanlagen, die nicht richtig gewählt wurden. Man könnte diesen Umstand vermeiden, wenn Tagesgeldkonten genutzt würden, die genauso sicher sind wie Sparbücher.

Durch die Spareinlagen in Höhe von 479 Milliarden Euro ergibt sich bei einem Zinssatz von 1,37 Prozent ein Zinsaufkommen von 6,56 Milliarden Euro. Wenn die Sparbucheinlagen von 479 Milliarden Euro auf Tagesgeldkonten eingezahlt wären, die eine Top-Kondition von zwei Prozent erbringen, dann würden sich die Einnahmen aus den daraus entstehenden Zinsen auf 9,58 Milliarden Euro belaufen. Die Differenz würde in diesem Fall bei 3,02 Milliarden Euro liegen. Diese Berechnung ist eine vorsteuerliche Berechnung.

(Quelle: Bankmagazin)