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Spanische Sparkassen haben ein Liquiditätsproblem

Spanische Sparkassen haben ein Liquiditätsproblem

Die Banken in Europa vertrauen sich noch immer nicht und deponieren in einem nie dagewesenen Ausmaß Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB). Damit können diese Gelder nicht mehr in Staatsanleihen investiert werden, was die Sicherheit der Staaten bedroht.

Besonders die spanischen Sparkassen sind davon stark betroffen. Für sie wird es immer schwerer, sich zu refinanzieren.

Ein spanischer Sparkassenvorstand hat gesagt, dass es derzeit nur noch den großen Banken möglich sei sich zu refinanzieren, da aktuell nur noch Investments von Ländern mit bester Bonität wie zum Beispiel Deutschland als Sicherheiten akzeptiert werden. Spanische Staatsanleihen würden derzeit nicht als Sicherheit akzeptiert. Spanische Sparkassen haben jedoch ihre Gelder hauptsächlich in spanischen Staatsanleihen investiert.

Aufgrund der Schuldenkrise in Griechenland, Spanien und Portugal sitzen die europäischen Banken lieber auf ihrem Geld als dieses zu investieren. Sie parken es vorübergehend bei der EZB. Insgesamt haben die europäischen Kreditinstitute derzeit 364,6 Milliarden Euro bei der EZB geparkt, so viel Geld wie nie zuvor.

Aufgrund der letzten Negativ-Meldungen zu den spanischen Sparkassen und der Abwertung des Ratings Spaniens durch Fitch stehen die spanischen Sparkassen unter besonderer Beobachtung. Insgesamt wollen sich aktuell 16 spanische Sparkassen zusammenschließen, damit sie nicht wie vor kurzem die CajaSur von der spanischen Notenbank aufgefangen werden müssen.