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Spanien: Banken sollen mehr Eigenkapital aufbauen

Spanien: Banken sollen mehr Eigenkapital aufbauen

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Spanien wehrt sich mit allen Mitteln gegen die drohende Krise. Man will unter keinen Umständen Geld aus dem Euro-Rettungsschirm in Anspruch nehmen und sich selbst aus der Krise ziehen. Um das zu erreichen will die spanische Regierung nun den Druck auf die heimischen Banken deutlich erhöhen.

Elena Salgado, Wirtschafts- und Finanzministerin Spaniens, hat am Montag verkündet, dass man das Bankensystem sicherer gestalten will, indem man Banken und Sparkassen dazu zwingt die Kapitalreserven zu erhöhen.

Die Kreditinstitute sollen bis zum Ende des Jahres eine Kapitalquote aufbauen, die bei mindestens acht Prozent liegt. Damit verlangt Spanien eine Steigerung von 33 Prozent, denn bisher lag die Eigenkapitalquote bei sechs Prozent. Durchschnittlich werden aber jetzt schon 8,5 Prozent erzielt. Hierbei will die spanische Regierung wahrscheinlich zwischen Banken und Sparkassen unterscheiden, die nicht an der Börse notiert und solchen, die börsennotiert sind. Institute, die nicht börsennotiert sind sollen künftig eine wesentlich höhere Eigenkapitalquote nachweisen.

Spaniens Regierung rechnet damit, dass die Banken die erforderlichen Summen auf den Kapitalmärkten beschaffen können. Insgesamt geht es laut Berechnungen der Regierung um 20 Milliarden Euro. Sollte es den Banken nicht möglich sein die Mittel auf den Kapitalmärkten zu beschaffen müsste die Regierung mit Finanzmitteln eingreifen. Salgado hat gesagt, dass die Staatsverschuldung Spaniens allerdings nur um zwei Prozent größer wäre, sollte man die gesamte Summe von 20 Milliarden bereitstellen.