close
Solarstrom ist auch weiterhin sehr lukrativ

Solarstrom ist auch weiterhin sehr lukrativ

Am 1. April wird die Förderung für Solarstrom sinken, der privat erzeugt wird. Das soll aber nicht bedeuten, dass eine Photovoltaik-Anlage künftig nicht mehr rentabel sei. Experten gehen davon aus, dass die Anlagenpreise in den nächsten Wochen etwas steigen werden.

Wie der Bundesumweltminister Norbert Röttgen kürzlich verkündete wird zum 1. April die Förderung für Solarstrom um 15 Prozent gekürzt. Die Solarbranche in Deutschland hat lautstark reagiert. Der Bundesverband Solarwirtschaft prognostizierte sogar eine Welle von Insolvenzen und tausende Arbeitsplatzverluste.

Von der Kürzung sind auch Hauseigentümer betroffen, die mit ihrer Photovoltaikanlage nur Geld verdienen wollen. Die Einspeisevergütung erhält, wer Solarstrom in das öffentliche Netz einspeist. Wie hoch diese Vergütung ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Hier wird der Zeitpunkt der Inbetriebnahme und die Anlagenleistung herangezogen. Wenn der Bundestag den Vorschlag des Bundesumweltministers absegnet, dann werden ab dem 1. April nur noch 33 Cent, anstatt 39 Cent je Kilowattstunde Solarstrom gezahlt.

Es würde aber auch keinen Sinn machen, so die Experten jetzt noch schnell eine Anlage zu installieren, denn es wird erwartet, dass die Preise für Photovoltaik-Anlagen kurzfristig steigen und nach dem 1. April wieder sinken. Die höhere Vergütung würde dann in den erhöhten Kosten für die Anlage verpuffen.

Wer dennoch plant eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach zu montieren, der wird auch nach dem 1. April davon profitieren, denn die Preise für die Module sind insgesamt recht gering, so dass weiterhin gute Renditemöglichkeiten in den Anlagen stecken.
(Quelle: Welt)