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Skandal in Niedersachsen: Ministerin Grotelüschen mitverantwortlich für Tierquälereien und selbst zuständig für Tierschutz?

Skandal in Niedersachsen: Ministerin Grotelüschen mitverantwortlich für Tierquälereien und selbst zuständig für Tierschutz?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/albert-schweitzer-stiftung/3356392803/sizes/m/in/photostream/##albert_schweitzer_stiftung
Astrid Grotelüschen, verantwortlich für Tierschutz, mitverantwortlich für erschreckende Vorkommnisse in Puten-Mastfarmen?

Im ARD-Magazin „Report“ wurden zwei Puten-Mastfarmen in Mecklenburg-Vorpommern und der Zusammenhang mit der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Grotelüschen analysiert.

Die Tierschutzorganisation Peta hatte Bilder von verletzten, sterbenden Puten, die sich gegenseitig Federn und Augen ausgepickt haben, gefilmt und veröffentlicht. Ausgerechnet die seit kurzem erst amtierende Ministerin soll bei diesen Tierquälereien indirekt beteiligt sein.

Ihr Ehemann Garlich soll die beschuldigten Betriebe mit Küken beliefern und von deren Vermarktung profitieren. Das Landwirtschaftministerium hält die Aufnahmen von Peta für gefälscht. Allerdings stellt Dr. Edmund-Haferbeck (Peta-Mitarbeiter) klar: „Wir haben gerichtsfeste Videobeweise. Unser Reporter wird sich als Augenzeuge der Justiz stellen“.

Grotelüschen war bis zu ihrem Amtsantritt Geschäftsführerin der „Mastputen-Brüterei Ahlhorn“, das ist die Firma ihres Mannes, in der gefilmt wurde. Bei ihrem Amtsantritt als Ministerin kündigte sie diese Funktion interessanterweise. Die genannte Firma ist mit 30 Prozent Hauptgesellschafterin an der Mecklenburgischen Putenerzeugergemeinschaft.

Sehr makaber, dass Grotelüschen jetzt in ihrem Amt selbst für den Tierschutz verantwortlich ist, wo ihr bereits Anfang des Jahres vorgeworfen wurde, eigennützig die Massentierhaltung in Niedersachsen zu fördern, für die sie sich auch wiederholt ausgesprochen hatte. Und jetzt kann man im Fernsehen die Videobilder von Peta sehen, die Entsetzen und Unverständnis auslösen.