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Skandal bei Deutschem Roten Kreuz: Razzia in 150 Einrichtungen, 62 Beschuldigte und Millionenschaden

Skandal bei Deutschem Roten Kreuz: Razzia in 150 Einrichtungen, 62 Beschuldigte und Millionenschaden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/86931652@N00/3081748697/sizes/m/in/photostream/##DoctorWho
Jetzt hat das Deutsche Rote Kreuz auch seinen Skandal. Unter Betrugsverdacht stehen Ärzte und Mitarbeiter von DRK-Einrichtungen in Berlin.

Laut Polizeiangaben soll es seit 2005 schwere Fälle von Scheinanstellungen und falschen Abrechnungen gegeben haben. Mittlerweile durchsuchte die Polizei 152 Standorte, Privathäuser und Kliniken.

Es erhärtet sich der Verdacht auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug im Gesundheitswesen. Unter den 62 Beschuldigten seien auch einige Führungskräfte tätig gewesen.

Es wird von Millionen Euro-Schäden für die Kassenärztliche Vereinigung ausgegangen. Die durchsuchten medizinischen Versorgungszentren leisten ambulante Behandlungen von gesetzlich Versicherten.

Da kann man nur wieder einmal mehr feststellen, dass das ganze Abrechnungssystem der gesetzlichen Krankenkassen über die Kassenärztlichen Vereinigung intransparent und nicht effizient ist.

Hier sollte der Gesundheitsminister ansetzen und nicht bei den Versicherten selbst. Wen wundert es nach diesem Skandal noch, dass den Krankenkassen viel Geld fehlt. Aber hier geht es letztendlich ja auch wieder um einen Lobby-Apparat und der Normalverbraucher hat sicherlich keine Chance zu einer dortigen Änderung seitens der Regierung.