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Security-Firma Prevent vor dem Aus

Security-Firma Prevent vor dem Aus

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Die Security-Firma Prevent AG steht offenbar vor dem Aus. Nicht zuletzt haben ihr die negativen Schlagzeilen und die mediale Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit den Skandalen bei der HSH Nordbank und im Zusammenhang mit dem ehemaligen Vorstand Dirk Jens Nonnenmacher das Genick gebrochen.

Seit bekannt wurde, dass Prevent im Auftrag der HSH Nordbank Bespitzelungen durchgeführt hatte ist es mit der Sicherheitsfirma stetig bergab gegangen. Der Firma war es nur noch sehr schwer möglich neue Aufträge zu generieren und die Umsätze sind stark eingebrochen. Deshalb hat Peter Wiedemann, Prevent-Chef, jetzt beim Amtsgericht in München einen Insolvenzantrag gestellt. Wiedemann ist sich bewusst, dass seine Firma in den kommenden Monaten zahlungsunfähig sein wird.

Die Firma hatte über Jahre hinweg Nachrichtendienstler und ausgediente Polizeibeamte eingestellt. Jahrelang hat man gute Arbeit geleistet und das Unternehmen florierte. Zuletzt ging es rapide bergab. Prevent hatte sich darauf spezialisiert Sicherheitslücken in Unternehmen aufzuzeigen und Straftaten, die in Unternehmen verübt werden aufzudecken und dabei diskret zu bleiben.

Außerdem nutzte man als Aushängeschild Deutschlands Prominenz. Man warb beispielsweise damit, dass im Jahr 2009 die Leitung des Beirats von August Hannig, ehemaliger Chef des BND und Innenstaatssekretär, übernommen wurde. Das alles ist jedoch nicht genug. Wenn der Ruf einmal beschädigt ist, dann ist das gerade für eine Sicherheitsfirma, die mit Diskretion wirbt, tödlich.

Die HSH Nordbank hatte der Prevent AG insgesamt zehn Millionen Euro für ihre Dienste überwiesen. Inwiefern das Unternehmen dabei immer auf dem legalen Weg gearbeitet hat wird jetzt von der Staatsanwaltschaft geprüft. Derzeit steht der Vorwurf im Raum, dass Mitarbeiter von Prevent unliebsamen Managern der HSH Nordbank gefälschte Briefe und Kinderpornos untergeschoben haben sollen.