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SEB: HypoVereinsbank will 450 Millionen für Deutschland-Geschäft zahlen

SEB: HypoVereinsbank will 450 Millionen für Deutschland-Geschäft zahlen

Die deutsche Tochter der UniCredit, die HypoVereinsbank (HVB), will 450 Millionen Euro für das Deutschland-Geschäft der schwedischen SEB zahlen. Das Wettbieten geht weiter. Laut Angaben der italienischen Tageszeitung „Il Messaggero“ hat eine Aufsichtsrat-Sitzung der UniCredit entschieden, dass man sich an dem Wettbieten um den deutschen Part der SEB beteiligen will. Das aktuelle Gebot soll bei 450 Millionen Euro liegen.

Am Donnerstagnachmittag war die Frist zur Abgabe eines Angebots abgelaufen. Jetzt ist es an der SEB die unterschiedlichen Angebote zu sondieren und den passenden Käufer zu finden. Größter Konkurrent der HVB ist derzeit die Santander Bank. Wie sich die SEB entscheiden wird ist derzeit noch unklar, da man ursprünglich das Deutschland nicht unter 500 Millionen Euro verkaufen wollte.

Mit dem Kauf der Deutschen SEB erhält die übernehmende Bank 174 Filialen mit 3.700 Beschäftigten. Insgesamt würde man sich ungefähr eine Millionen Kunden dazukaufen. Damit ist der Markt an Bankkunden in Deutschland weitestgehend neu aufgeteilt. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Commerzbank die Dresdner Bank und die Deutsche Bank die Postbank übernommen. Des Weiteren hat die Deutsche Bank einige kleinere Banken aufgekauft. Lediglich der Markt um die Sparkassen- und Volksbankkunden bleibt größtenteils unverändert.

Die UniCredit wird von der Goldman Sachs Bank für diese Transaktion beraten. Man erhofft sich, über die Beratung der US-amerikanischen Skandalbank eine weitere Konsolidierung der Deutschen Repräsentanz.