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Schwere Vorwürfe Europarat: Folter in Griechenland – Zustände menschenunwürdig

Schwere Vorwürfe Europarat: Folter in Griechenland – Zustände menschenunwürdig

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/liako/37903063/sizes/m/in/photostream/##liako
Schwere Vorwürfe werden jetzt vom Antifolterkomitee des Europarates gegen Griechenland erhoben. Die Praktiken grenzten teilweise an Folter. Übergriffe wie Schläge, Fußtritte, Vergewaltigungsdrohungen werden beklagt.

Kürzlich wurde einem Mann in Thessaloniki eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt und von Polizeibeamten gedroht, ihn zu vergewaltigen. Katastrophale Verhältnisse wurden in Gefängnissen und Abschiebezentren festgesellt.

Auch im Gefängnis in Amfissa herrschten menschenunwürdige Verhältnisse wegen Überfüllung, Personalmangels, fehlender Ärzte und Verseuchung der Schlafplätze. Weiterhin gab es für griechische Abschiebezentren heftige Kritik von den Experten. Das Flughafen-Abschiebezentrum in Athen wurde hier besonders negativ hervorgehoben.

Die griechische Regierung, nicht genug, dass sie mit den überaus schweren finanziellen Verhältnissen im Lande zu kämpfen hat, dementierte die schwerwiegenden Beschuldigungen.

Ärzte und Menschenrechtsexperten prüfen regelmäßig im Antifolterkomitee Haftbedingungen in den 47 Europaratsländern. Im September 2009 wurden griechische Abschiebezentren genauso kontrolliert wie Polizeidienststellen und Haftanstalten.