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Schweizer Bankkonten: Schweiz will Steuern für Deutschland eintreiben

Schweizer Bankkonten: Schweiz will Steuern für Deutschland eintreiben

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/jamescridland/2346228148/sizes/m/in/photostream/##James Cridland
Anscheinend kommen auf Deutsche, die ein Schweizer Bankkonto ihr Eigen nennen, große Zahlungen an das deutsche Finanzamt zu. Einem Bericht im Magazin „Focus“ zufolge sollen Experten eine Möglichkeit ausloten, die dazu führe, dass Deutsche künftig deutlich stärker zur Kasse gebeten werden.

Es geht um ein Gesamtvolumen von 30 Milliarden Euro, die dem deutschen Finanzamt zufließen würden.

Die Lösung sieht vor, dass Deutsche, die den Fiskus betrogen haben, auch wenn es um Millionenbeträge geht, weiterhin anonym bleiben und nicht mit einem Strafverfahren rechnen müssen. Allerdings werden sie mit immensen Nachzahlungen belegt. Die Eckpunkte dieses brisanten Vorschlags sollen im Schweizer Bundesrat bereits Anfang des Monats beschlossen worden sein.

In Zukunft plant man in der Schweiz eine Steuer zu erheben, die aufgrund von Geldanlagen Deutscher entsteht. Die Schweiz wird die Einnahmen aus dieser Steuer dann nach Berlin überweisen. Dabei sollen die Namen der Kontoinhaber nicht weitergeleitet werden. Die Höhe der Steuer soll ersten Vorschlägen nach bei 35 Prozent der Erträge durch die Geldanlage liegen.

Damit dürfte es für deutsche Anleger nicht mehr attraktiv sein, in der Schweiz Gelder anzulegen, da in Deutschland die Abgeltungssteuer bei 25 Prozent liegt. Hinzu kommen in Deutschland allerdings noch der Solidaritätszuschlag und eine mögliche Kirchensteuer, so dass die tatsächliche Abgabe schnell bei über 28,5 Prozent liegen kann.