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Schuldenkrise in Europa – Angst vor Inflation – EZB druckt Geld

Schuldenkrise in Europa – Angst vor Inflation – EZB druckt Geld

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/hape_gera/240487772/sizes/m/##HaPe Gera

Bislang hat die Inflation in Deutschland keine besonderen Auswirkungen. Die Preissteigerung verläuft aktuell sehr moderat. Allerdings druckt die Europäische Zentralbank (EZB) derzeit vermehrt Geld.

Die Preise für Produkte und Waren sind in Deutschland gering gestiegen und die Preisentwicklung verhält sich moderat. Auch der starke Anstieg bei Heizöl und Kraftstoffen konnte nicht dazu beitragen, dass sich die Preise insgesamt deutlich nach oben verändern.

Die Inflationsrate hat im April im Vormonatsvergleich sogar um 0,1 Prozentpunkte nachgelassen und liegt bei einem Prozent. Experten mahnen allerdings, dass die Maßnahmen, die von der EZB am Anfang der Woche zur Bekämpfung der Schuldenkrise angekündigt wurden, die Inflation steigen lassen. Auch die steigenden Großhandelspreise seien ein Indiz auf einen Anstieg der Preissteigerungsrate.

Seit Montag kauft die EZB Staatsanleihen hochverschuldeter Euroländer. Damit die Anleihen bezahlt werden können, hat die EZB ihre Notenpressen angeworfen und druckt entsprechend Geld. Langfristig ist dies der Anfang einer inflationären Wirkung.

Axel Weber, Präsident der Bundesbank, übt harsche Kritik an dem Vorgehen der EZB, Staatsanleihen verschuldeter Länder aufzukaufen. Er sagte, dass ein solcher Eingriff in besonderem Maße stabilitätspolitische Risiken in sich bürge. Aus diesem Grund sieht er den EZB-Beschluss in Teilen sehr kritisch. Aus seiner Sicht sei es wichtig in der aktuellen Situation die Risiken sehr gering zu halten.