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Schufa: Auskünfte irreführend und unverständlich

Schufa: Auskünfte irreführend und unverständlich

Bild: ##http://www.schufa.de/de/presse/pressebilder/pressebilder_1.jsp##Schufa
Verbraucherschützer sind der Meinung, dass die von der Schufa erteilten Auskünfte irreführend und unverständlich sind. Wie soll ein Verbraucher oder auch eine anfragende Stelle wissen, was beispielsweise ein „unterdurchschnittliches Risiko“ darstellt. Auch ist nicht klar, warum viele Angaben in tabellarischer Form vorliegen, die nicht unbedingt aussagekräftig sind.

Die Schufa wehrt sich und kontert indem ein Sprecher verkündet, dass das Verfahren der Schufa statistisch sehr genau sei.

Frank-Christian Pauli, Bankenreferent beim Bundesverband der Verbraucherzentrale in Berlin, sagte, dass die Auskünfte der Schufa nicht sonderlich verständlich seien. Außerdem würden sie irreführende Informationen enthalten. Der Verbraucher könne aus der seit geraumer Zeit kostenfreien Auskunft nicht erkennen, warum er so von der Schufa bewertet wird. Wie sich das Scoring tatsächlich zusammensetzt und warum die Schufa zum jeweiligen Ergebnis kommt bleibt unklar.

Von Seiten der Schufa ist zu vernehmen, dass man sich an die gesetzlichen Bestimmungen halte. Pauli gibt an, dass die Schufa sich hinter statistischen Werten verstecke und keine individuelle Bewertung der einzelnen Personen vornehme. So könne auch nicht wirklich die Bonität der einzelnen Personen bewertet werden. Beispielsweise bekommt jemand der häufig umzieht eine schlechtere Bewertung. Fraglich warum das so ist, denn nicht jeder Mensch der häufig umzieht flüchtet vor Gläubigern.

Die Schufa selbst lässt durch ihren Sprecher Christian Seidenabel verkünden, dass Banken sich nicht alleine auf die Schufa-Auskunft verlassen, wenn es um die Bonitätsbewertung eines Kreditsuchenden handelt. Außerdem sei das Schufa-Verfahren statistisch sehr genau und würde immer wieder überprüft.