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Schüsse und Tote im Frankfurter Flughafen: Täter ist Islamist – Tat gestanden

Schüsse und Tote im Frankfurter Flughafen: Täter ist Islamist – Tat gestanden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/newsgrist/122015090/sizes/m/in/photostream/##Joy Garnett (archive)
Der gestrige Anschlag auf einen Bus im Terminal 2 des Frankfurter Flughafens, bei dem es zwei tote und zwei schwerverletzte US-Soldaten gab, hat einen islamistischen Hintergrund. Die Bundesanwaltschaft teilt mit, dass der 21-jährige Täter aus dem Kosovo stammt und seit Jahren in Frankfurt am Main wohne.

Der Mann hat jetzt ein Geständnis abgelegt. Er arbeitete laut den bisherigen Ermittlungen im Postzentrum des Frankfurter Flughafens. Durch seine Tätigkeit auf dem Flughafen kannte er die zeitlichen Abläufe naturgemäß außerordentlich gut. Die Opfer, amerikanische Soldaten, die sich in einem Bus befanden, in den der Täter feuerte, vermuten ebenfalls einen terroristischen Hintergrund.

Auch die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigt, dass der Festgenommene Kontakt zu Islamisten hatte. Diese Hinweise verdichten sich von Stunde zu Stunde. In einem Internet-Forum wird der Täter als „Dschihadist“ bezeichnet und hat sich auf Facebook selbst als Islamist zu erkennen gegeben. Dort hatte er wohl auch Kontakt zu islamistischen Hasspredigern aus dem Raum Frankfurt.

Die betroffenen amerikanischen Soldaten in dem vom Täter unter Beschuss genommenen Bus sind Angehörige der Militärpolizei der amerikanischen Luftwaffe. Sie sind stationiert auf dem größten Lufwaffenstützpunkt der USA in Großbritannien und sollten zum Militärstützpunkt Ramstein gebracht werden. Sie sollten von dort aus nach Afghanistan oder in den Irak zu einem Einsatz fliegen. Ihre zwei schwerverletzten Kameraden schweben noch immer in Lebensgefahr.

Die Präsenz auf dem Flughafen wurde laut Bundespolizei jetzt deutlich erhöht. Die Sicherheitskräfte tragen seit dem Terror-Anschlag Schutzwesten und Maschinengewehre auf ihren Rundgängen.