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Schüler bekommen mit Hilfe der Schule Bankkonto bei Sparkasse aufgedrängt

Schüler bekommen mit Hilfe der Schule Bankkonto bei Sparkasse aufgedrängt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/svensonsan/1114636257/sizes/o/in/photostream/##svensonsan

Deutsche Banken scheinen im Werben um neue Kunden immer dreister zu werden. Allen voran die Sparkassen. Dass die Sparkassen oftmals in ihren Marketing-Strategien über das Ziel hinausschießen ist nicht neu, aber was sich die Haspa erlaubt hat ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) scheint jetzt ganz neue Wege gehen zu wollen, denn sie hat mit Hilfe einer Grundschule Eltern dazu gedrängt für ihre Kinder ein Konto zu eröffnen. Bei der Haspa zeigt man sich als besonders schlau und findig, was das Marketing angeht. In einem Brief, der von der Schulleitung in Zusammenarbeit mit der Haspa verfasst wurde hat man eine Geldkarte in Verbindung mit einem Girokonto angeboten, damit die Kinder in der Schulkantine angeblich besser bezahlen können.

Die Haspa will sich die Hände rein waschen indem sie darauf verweist, dass in der Kantine auch Geldkarten anderer Banken akzeptiert würden. Von Seiten der Haspa würde lediglich das technische System hierfür bereitgestellt.

Die Girokonten für die Kleinen sollen zunächst kostenfrei sein. Klar, Hintergrund ist die jungen Menschen ein Leben lang an die Haspa zu binden. Die Kosten werden erst in späterem Alter über andere Produkte eingetrieben. Die Hamburger Verbraucherzentrale kritisiert das Vorgehen scharf und die Schulbehörde ist bereits informiert und wird sich den Vorgang genau unter die Lupe nehmen.

Erst zu Beginn des laufenden Monats war die Haspa in den Medien, weil sie Psychoprofile ihrer Kunden angefertigt hatte. Die Schulleitung wirbt ganz schamlos für die Konten der Bank und schreibt in dem Brief an die Eltern: „Bitte eröffnen Sie für Ihr Kind ein Schüler-Girokonto bei der Haspa.“ Die Hamburger Verbraucherzentrale hat wissen lassen, dass man das Verhalten der Schule nicht verstehe, denn hier würden die Kinder mittels einer Geldkarte ganz klar „angefixt“ und es sei kaum noch eine pädagogische Kompetenz hinter dieser Aktion zu erkennen.
Weiterführende Infos: www.schuelerkonto.org