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Schon wieder Afghanistan: Jetzt mit Merkel zu Guttenberg zu „Besuch“

Schon wieder Afghanistan: Jetzt mit Merkel zu Guttenberg zu „Besuch“

Schon wieder Afghanistan: Jetzt mit Merkel zu Guttenberg zu "Besuch" 5
Bild; ##http://www.flickr.com/photos/augustinfotos/5260806478/sizes/m/in/photostream/##Bundeswehr-Fotos
Wenn man augenblicklich Afghanistan hört, geht man leider nicht nur von Krieg, toten deutschen Soldaten und grauenvollen Kämpfen aus.

Nein jetzt wird das ganze auch noch von der Bundesregierung als „Weihnachtskulisse“ und Wahlkampfthema genutzt. So kann man zumindest den Eindruck gewinnen.

Absurd, jetzt ist zu Guttenberg schon wieder und dieses Mal mit der Kanzlerin in Person nach Afghanistan gereist. Binnen einer Woche eigentlich schon zu viel des Guten. Man fragt sich, was das alles soll. Das Geschehen in Afghanistan ist viel zu entsetzlich, um hiermit Werbung zu machen und seit Kerners Politshow freuen sich wohl nur die Medien über so viel Berichterstattung aus diesem geplagten Land.

Den dort kämpfenden Soldaten ist es sicherlich ziemlich egal, ob sie die Hand geschüttelt bekommen von hochrangigen Politikern ehe sie wieder für eine unsägliche Politik herhalten müssen und mit ihrem Leben dafür sogar gerade stehen.

Kanzlerin Angela Merkel spricht sogar jetzt von Krieg. Allerdings mit sehr viel Symbolik und wenig Inhalten. Es gibt für Hamid Karzai (Präsident in Afghanistan) keinerlei Zusagen zur Korruptionsbekämpfung. Etwas naiv folgen die Worte unserer Kanzlerin, dass sie so etwas wie „Krieg“ seit dem Zweiten Weltkrieg nicht kannte. Es wurde von den Eltern und Großeltern erzählt. Aha.

Im Feldlager Masar-i-Scharf kamen die Bundesregierungs-Repräsentanten dann mit Karzai und dem US-General David Petraeus zusammen. Allerdings bekam Merkel überhaupt keine Antwort auf ihren Vorschlag der Korruptionsbekämpfung. Mit anderen Worten, Karzai nannte Merkel „eine sehr gute Freundin“, das war aber auch schon alles. Hier stellt sich die Frage, wieviele Steuergelder diese kurz aufeinander folgenden Besuche den Bürger wieder gekostet haben.

Und wenn man weiter hört, dass die deutschen Soldaten für die Sicherheit Deutschlands in Afghanistan sind ruft das nur noch ein müdes Lächeln hervor. Im Gegenteil könnte man ja vermuten, dass seitdem die Deutschen sich in diesem geschundenen Land befinden, die Terrorbedrohung auch für Deutschland erheblich größer geworden ist. Wie lange wollen wir alle uns eigentlich noch etwas vormachen.

Ein Land im Krieg darf nicht zu PR- und Wahlzwecken missbraucht werden. Nicht aus Angst um die Sicherheit sondern aus Angst, dass die Regierenden nicht mehr gewählt werden könnten vom immer drängender nachfragenden „Wutbürger“. Offiziell heißt es, man muss den Soldaten in Afghanistan zeigen, dass man an sie denkt und danke sagen! Was wohl alle Eltern 2010 dazu gemeint haben als ihr Sohn nur noch im Sarg heimkehrte?