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Schnell und einfach reisen mittels Chipkarten

Schnell und einfach reisen mittels Chipkarten

21. September 2013

Die Europäische Union ist bereits seit Jahren bestrebt, Vorgänge innerhalb der EU zu vereinfachen. Nun habe die EU-Kommissare eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung ins Auge gefasst: das einfache Reisen innerhalb der Union mit Chipkarten. Geht es nach dem Willen der EU-Abgeordneten, sollen Reisende aus Drittländern, welche viele Reiseaktivitäten unternehmen, mittels kleiner Chipkarten in den Schengen-Raum einreisen können.

 

Wie das Chipkartensystem dabei funktionieren, soll ist auch schon bekannt: Bürger, welche viel Reisen und aus Drittländern stammen, soll der Zugang zu Ländern des Schengen-Abkommens (Tschechische Republik, Spanien, Deutschland, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Portugal, Schweden, Schweiz, Polen, Österreich, Norwegen, Malta, Niederlande, Liechtenstein, Luxemburg, Litauen, Lettland, Italien, Island, Griechenland, Frankreich, Dänemark, Finnland, Estland und Belgien) schnell und unbürokratisch einreisen dürfen. Grenzbeamte würden sich so die Kontrolle vieler Reisenden sparen. Bei der jeweiligen Botschaft könnten die Bürger dann ihre Einreiseberechtigung vorab erlagen sowie ihre Identität prüfen lassen. Bedeutet im Klartext: Mehr Arbeit für die Botschaften und weniger Aufwand für Grenzbeamte. Mittels aufgebauter Automaten am Flughafen können sich die Reisenden dann prüfen lassen. Die Chipkarte wird einfach eingeführt, dann wird der Fingerabdruck abgeglichen und stimmen alle Parameter überein, darf am den Schengen-Raum unproblematisch betreten. Außerdem soll ein zusätzliches Überwachungssystem implementiert werden, welches die genaue Anzahl der Aufenthaltstage überwacht. Dazu müssten sich die Reisenden dann bei jeder Ankunft und jedem Abflug in einem System an- und abmelden.

 

Ob diese Vorstellung wirklich realisiert wird und zu welchen Kosten, das steht bei den EU-Kommissaren längst noch nicht fest. Zwar habe man stets betont, dass man seinen Bürgern nicht das Gefühl der totalen Kontrolle geben möchte, aber aufgrund dieses Ansinnens dürften die das deutlich anders sehen. Für viele ist es jedoch nur eine weitere Karte im Geldbeutel, denn hier finden sich all zu oft bereits unzählige Kunden- oder Chipkarten. Nahezu jedes Unternehmen offeriert seinen Kunden heute eine Bonus- oder Kundenkarte und das Angebot wird gern und bereitwillig angenommen. Niemals zuvor war die Anzahl der ausgegeben Karten mit kundenspezifischen Daten so hoch, wie in den letzten Jahren. Auf http://www.allaboutcards.biz/ kann man sich als Firma einen Überblick über die Möglichkeiten und Angebote der vielfältigen Karten verschaffen. Auch die Kunden werden immer anspruchsvoller. Reichten vor wenigen Jahren noch einfache Papierkarten aus, auf denen der Kundenname vermerkt war, so wünschen sich die Kunden von heute ein adrettes Äußeres mit attraktivem Design und Zusatzfunktionen (z.B. Bezahlfunktion) auf den Karten. So, wie Unternehmen also mit der Zeit gehen müssen, tut es auch die EU. Gut möglich, dass die Idee der Reisen mittels Chipkarte bald umgesetzt wird und Reisende dann ihre individuell gestalteten Karten durch die Automaten ziehen.