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SAP übernimmt Verantwortung im Datenstreit mit Oracle

SAP übernimmt Verantwortung im Datenstreit mit Oracle

In dem schon seit Jahren anhaltenden Streit um verbotenerweise heruntergeladene Daten geht SAP auf seinen schärfsten Konkurrenten Oracle zu.

Das Walldorfer Software-Unternehmen hat überraschend die Verantwortung für das Vorgehen der mittlerweile geschlossenen Tochtergesellschaft TomorrowNow übernommen. „SAP wird Oracle den Schaden ersetzen, den die begrenzten Handlungen von TomorrowNow tatsächlich verursacht haben“, sagte Finanzchef Werner Brandt.

SAP will damit dem seit knapp drei Jahren andauernden Rechtsstreit ein Ende bereiten. Allerdings sind die Walldorfer nicht bereit, die milliardenschweren Schadenersatzforderungen von Oracle zu bezahlen und halten die Summe für völlig überzogen. In Gerichtsunterlagen kalkuliert SAP mit Schäden von mehreren zehn Millionen Dollar. Konkurrent Oracle äußerte sich nicht zu den neuesten Entwicklungen.

Der US-Konzern beschuldigt die Walldorfer, über TomorrowNow mehrfach unrechtmäßig bestimmte Daten von Oracle heruntergeladen zu haben. Oracle sprach sogar von Industriespionage und hatte den dadurch entstandenen Schaden auf rund eine Milliarde Dollar benannt. In Kalifornien wurde deshalb ein Gerichtsverfahren eröffnet, der Prozess soll nun am 1. November diesen Jahres beginnen.