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Safety first – Arbeitsschutz

Safety first – Arbeitsschutz

20. September 2013

Damit während der Arbeit nichts passiert, muss es feste Regeln geben, die dazu beitragen die Gefährdung zu minimieren. Dabei waren solche gesetzlichen Regelungen nicht immer vorhanden, sondern wurde in Deutschland erst im letzten Jahrhundert eingeführt. Vorbild für den modernen Arbeitsschutz war dabei Amerika, welches mit seiner „Safety first“ Kampagne den aktiven Arbeitsschutz propagierte.

 

Arbeitsschutz hat eine lange (deutsche) Geschichte

Landläufig wird der Arbeitsschutz in zwei große Bereiche gegliedert: sozialer und technischer Arbeitsschutz. Im 19. Jahrhundert implementierte man beide in Preußen, da die Kinderarbeit den gesundheitlichen Zustand der damaligen Soldaten stark schwächte, denn ein Großteil der jungen Rekruten war noch im Kindesalter. 1839 wurde dazu von König Friedrich Wilhelm III ein Gesetz, das Preußische Regulativ, erlassen. Darin wurden Arbeitgeber im Deutschen Reich dazu verpflichtet, entsprechende Vorkehrungen zum Wohlergehen und Schutz ihrer Angestellten zu treffen. In dieser Zeit entstand auch der Begriff „Arbeiterschutzgesetz“. Nur wenige Jahre später legte Bismarck einen weiteren, bedeutenden Grundstein, für die heutige Struktur des Arbeitsschutzes. Das Unfallgesetz, welches zur Gründung der Berufsgenossenschaften beitrug, wurde im Jahr 1884 verabschiedet.

Der erste Konzern, der in Deutschland die Vorschriften massiv nach amerikanischem Vorbild umsetzte, war Hoesch. Das Stahl- und Eisenwerk schulte als erstes Unternehmen seine Mitarbeiter im Bezug auf Sicherungsmaßnahmen am Arbeitsplatz und sensibilisierte sie so für Gefahren. Zudem wurden Plakate und Infotafeln im ganzen Gebäude angebracht, welche Regeln darstellten, um Unfälle zu vermeiden. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts folgten weitere Firmen diesem Vorbild. So, wie sich das Bewusstsein für die Gefahren am Arbeitsplatz wandelte, tat es auch die Begrifflichkeit. Das Wort „Arbeiterschutz“ wurde durch „Arbeitsschutz“ ersetzt.

 

Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz

Heute nimmt der Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz einen elementaren Bestandteil in nahezu jedem Unternehmen ein. Per Gesetz sind die Rahmenbedingungen klar dazu verankert und bei Nichteinhaltung können Unternehmen mit hohen Strafen rechnen. In jeder Firma gibt es zudem einen Beauftragten, der die Einhaltung der Vorschriften überwacht und die Mitarbeiter schult. Auch externe Unternehmen, wie beispielsweise die DEKRA, übernehmen die Aufgabe des Arbeitsschutzkoordinators, wenn ein Unternehmen dies wünscht. Besonders für Unternehmen, die mit schwerem Gerät oder Chemikalien arbeiten, ist eine Einhaltung aller Arbeitsschutzvorschriften wichtig, denn so können Gesundheitsrisiken minimiert oder bestenfalls vermieden werden. Auch regelmäßige Unterweisungen im Umgang mit technischem Gerät sind dabei zu empfehlen. Aber der Arbeitsschutz kann noch mehr leisten, auch für Arbeitnehmer, die im Büro arbeiten. Die Einhaltung der richtigen Sitzhöhe, der passende Abstand zum Monitor oder die adäquate Beleuchtung, zählt ebenso zum Thema Arbeitsschutz und sollten regelmäßig überprüft werden. Für mehr Infos kann man sich auf den verschiedenen Seiten der Berufsgenossenschaften belesen oder seinen zuständigen Arbeitsschutzbeauftragten ansprechen.

 

Fazit

Jeder Arbeitnehmer sollte sich mit dem Arbeitsschutz vertraut machen, denn davon kann auch die eigene Sicherheit am Arbeitsplatz abhängen.