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S-Bahn-Fahrer im Münchner Prozess: Brunner hat zuerst zugeschlagen

S-Bahn-Fahrer im Münchner Prozess: Brunner hat zuerst zugeschlagen

Der S-Bahn-Fahrer als Zeuge im Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Mörder hat heute Vorwürfe gegen Brunenr erhoben: Herr Brunner hätte einfach nur gehen müssen, sagte der Zugführer aus.

Die Anwälte des Angeklagten sehen den Mordvorwurf kippen. Anders als zunächst angenommen stellt sich jetzt der Tatablauf dar. Vor der Aussage des S-Bahn-Fahrers hatten bereits mehrere Zeuge ausgesagt, die Jugendlichen hätten Dominik Brunner nicht angegriffen. Sie wären äußerst überrascht gewesen.

Zuvor seien sie wie alle anderen „ganz normal“ ausgestiegen. Brunnerr sei dann zügig auf sie zu und schlug einem von ihnen mit der Faust ins Gesicht. Der Zugführer habe auch nichts von einer zuvor stattgefundenen Auseinandersetzung mitbekommen. Die Verteidigung meinte dazu, dass man dem Mordvorwurf der zwei Jugendlichen von Anfang an skeptisch gegenübergestanden habe. Die Beweisaufnahme bestätige das.

Allerdings hatte zuvor im Prozess eine 16-jährige Schülerin dagegen die mutmaßlichen Mörder belastet. Ihr schien es so als habe Markus S. nach dem Kampf signalisieren wollen: „Dir hab ich es gegeben““. Auch ein weiterer Zeuge berichete, dass er Markus S. mit einem sehr hasserfüllten Gesicht und Siegerpose gesehen habe als habe er sagen wollen „das hast du davon“. Ein 17-jähriger Zeuge sagte aus, es sei überall Blut gewesen und Brunner sei in einem sehr schlechten Zustand gewesen, er war ganz weiß. Dann habe er einen schwachen Puls bei dem 50-Jährigen festgestellt und wenig später sei der Notarzt gekommen.