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Rückschlag für US-Wirtschaft: Zahl der Beschäftigten sinkt stark

Rückschlag für US-Wirtschaft: Zahl der Beschäftigten sinkt stark

Die US-Wirtschaft erleidet einen Rückschlag durch die überraschend stark sinkende Zahl der Beschäftigten im Monat Juli.

Allein in diesem Monat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 131.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Führende Ökonomen hatten die Lage nicht so dramatisch eingeschätzt und nur mit einem Minus von 65.000 Arbeitsplätzen gerechnet. Die Arbeitslosenquote stagniert bei 9,5 Prozent. Vor allem der Privatsektor schaffte weniger neue Arbeitsplätze wie von vielen erwartet.

„Wir haben eine stagnierende Wirtschaft“, sagte Wayne Kaufman, Analyst bei John Thomas Financial. „Das ist eine Enttäuschung.“ Daraus resultierend drehen die US-Futures schlagartig ins Minus, auch der DAX fällt rapide. Der deutsche Leitindex sackt nach Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichts ab und notiert bis zu 1,1 Prozent tiefer, somit liegt das vorläufige Tagestief bei 6.260 Punkten.

Die andauernde hohe Arbeitslosigkeit beeinflusst auch den Konsum, da die US-Wirtschaft zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Verbrauch abhängt. Dennoch sehen Experten auch positives in den aktuellen Arbeitsmarktzahlen. So wurde die durchschnittliche Wochenarbeitszeit dadurch leicht angehoben und auch die Löhne nahmen etwas zu. „Niemand wird die Konjunkturprognose für das dritte Quartal wegen dieser Daten senken“, sagte Cary Leahey von Decision Economics.