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Rückführung Atom-Müll von La Hague und Sellafield nach Gorleben

Rückführung Atom-Müll von La Hague und Sellafield nach Gorleben

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/kleinegelbeente/3014890635/sizes/m/in/photostream/##Kleine Gelbe Ente
Bis 2017 soll der umstrittene Transport von hochradioaktivem Atom-Müll nach Gorleben abgeschlossen sein. So lautet die Erklärung der Gesellschaft für Nuklearservice.

Geplant ist die letzte Lieferung aus der Wideraufbearbeitungsanlage im französischen La Hague bereits für das kommende Jahr. Weitere vier Transporte sind von 2014 bis 2017 aus dem englischen Sellafield vorgesehen.

Ebenso wurde mit den direkten Vorbereitungen für den nächsten Transport begonnen. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie das alles vonstatten geht. Ein Horrorfilm könnte nicht besser inszeniert werden: Elf Castor-Behälter werden in den nächsten Tagen auf einem Tieflader von La Hague (Frankreich) zum Bahnhof Valognes (30 Kilometer Entfernung) transportiert. Die Beförderung nach Deutschland wird für das erste Novemberwochenende erwartet. 2.500 Tonnen Gewicht und 600 Meter Länge wird der Castor-Schwerlastzug aufweisen können.

Man stelle sich nur einmal vor, wieviel hochradioaktiver Atom-Müll in den nächsten sieben Jahren durch Frankreich, auch England bis zur Endstation nach Deutschland gekarrt werden. Über die zu erwartenden Unannehmlichkeiten, Angriffe, vielleicht Unfälle und andere Dinge, die geschehen können, wird geschwiegen. Man muss sich nur mal das Szenario eines Terror-Anschlages vorstellen! Eine Katastrophe.

Unterdessen bleibt das geplante Endlager für diesen Schreckens-Müll weiterhin umstritten. Die Erkundungsarbeiten im Salzstock Gorleben sind vorerst gestoppt. Doch die Regierung hält beharrlich an Gorleben fest. Und wer zahlt die Zeche? Der Leser kennt bereits die immer gleiche Antwort: Wieder einmal nur der Bürger.