close
Rudert Regierung zurück wegen Körperscanner-Bestellung bei Streubomben-Hersteller?

Rudert Regierung zurück wegen Körperscanner-Bestellung bei Streubomben-Hersteller?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/ohhbetty/4394921707/sizes/m/in/photostream/##ohhhbetty
Sieht Bundesregierung jetzt ihren Fehler bei Körperscanner-Bestellung ein?

Nachdem es für die Bundesregierung Kritik hagelte als bekannt wurde, dass die Test-Nacktscanner (Körperscanner) für den Hamburger Flughafen von einem Streubomben-Hersteller in den USA geliefert werden, meldet sich jetzt ein Sprecher der Bundesregierung zu Wort.

Das Innenministerium will die Auflösung des Liefervertrages für die beiden Geräte prüfen, so war zu vernehmen. Allerdings müsse der Bund dann voraussichtlich mit Vertragsstrafen rechnen, so ein Sprecher.

Seit dem 1. August diesen Jahres haben sich über 100 Staaten zur Ächtung von Streubomben bereiterklärt, nicht aber die USA, China und Russland.

Deutsche Banken wurden vor kurzem ebenfalls kritisiert, weil sie für Investments beim gleichen US-Rüstungskonzern L3 Kundengelder aus der Riester-Rente dort angeblich nutzen. Besagter US-Konzern L3 Communications gilt als ein weltweit führender Hersteller von Streubomben. Er ist auch auf Scanner- und Sicherheitsgeräte für Flughäfen spezialisiert.

Man kann sich eigentlich nicht vorstellen, dass davon und auch von den Geldanlagen deutscher Banken die Regierung wieder einmal nichts gewusst haben will. Trotzdem ein kleiner Schritt, wenn sie den Lieferauftrag zurückziehen sollte. Steuergelder sind schon für viel Unsinnigeres herausgeschmissen worden.