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Roubini: Yuan-Aufwertung wird von Chinas Konjunktuerwartung gebremst

Roubini: Yuan-Aufwertung wird von Chinas Konjunktuerwartung gebremst

Wie es scheint will China den Yuan um vier bis sechs Prozent aufwerten. Grund hierfür ist der sehr vorsichtige Ausblick, den die chinesische Regierung auf die Weltwirtschaft hat. So zumindest die Einschätzung von Nouriel Roubini, Wirtschaftsprofessor aus New York. Allem Anschein nach wird die Zentralbank Chinas die Kopplung an den Dollar, die in den letzten 20 Monaten Bestand hatte, im zweiten Quartal 2010 aufheben. Durch eine solche Maßnahme ist es möglich, dass der Yuan um 2 Prozent steigt. In den zwölf Monaten, die darauf folgen, kann sich der Trend weiterentwickeln und der Yuan nochmals ein bis zwei Prozent zulegen.

Eine weitere Aufwertung von insgesamt fünf Prozent prognostiziert Bloomberg mittels eines Konses‘, der unter Analysten erhoben wurde. Die Aufwertung soll bis 31. März 2010 stattfinden und der Yuan eine Höhe von 6,5 Dollar erreichen. Das Potenzial zum Aufwärtstendenz sieht dagegen Roubini lediglich bei vier Prozent. Eine Festigung des Yuan um 21 Prozent war zwischen Juli 2005 und Juli 2008 zu beobachten.

Im Unterschied zu 2005, hat sich damals alles in die richtige Richtung entwickelt. Diesmal hätte die Welt mit viel mehr dunklen Wolken zu kämpfen. Dementsprechend groß seien in China hierüber dieser Tage die Warnungen. Nach einem Bericht von Bloomberg hat Roubini weiter ausgeführt, dass sich die meisten Experten wegen China um eine Inflation sorgen würden. Seine größte Sorge sei das Modell des Wachstums in China, das hauptsächlich auf Exporten aufbaut. Eine hohe Abschöpfung von Vermögen von Haushalten an Firmen, würde sich durch ein niedriges Niveau der Zinsen und eine schwächelnde Währung dargestellen. Um das in China bestehende Wachstumsmodell zu ändern bedarf es mehr als drei oder fünf Jahre. Roubini ist durch seine pessimistische Art Prognosen abzugeben bekannt geworden. Allerdings hat er die im Jahr 2007 einsetzende Finanz- und Wirtschaftskrise richtig prophezeit und der Weltwirtschaft eine harte Landung voraus gesagt. Außerdem warnt er, dass die Weltwirtschaft den Sumpf noch nicht verlassen hat.

(Quelle: Finanznachrichten)