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Rot-Grün schafft Studiengebühren an Hochschulen in NRW ab

Rot-Grün schafft Studiengebühren an Hochschulen in NRW ab

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Zu Beginn des Wintersemesters 2011/2012 will die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen keine Studiengebühren mehr erheben.

Wie die Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) mitteilte, beschloss das Kabinett den entsprechenden Gesetzentwurf. Das dadurch entstehende Defizit der Hochschulen soll die Landeskasse ausgleichen. Die Summe soll sich auf etwa 249 Millionen Euro pro Jahr belaufen. Ausnahme ist die Fernuniversität in Hagen.

Nach Meinung der Wissenschaftsministerin Schulze macht man mit der Abschaffung der Studiengebühren ernst mit der Bildungsgerechtigkeit. Für Schulabgänger aus bildungsarmen Schichten und für beruflich Erfahrene ist ein Studium oft durch die entstehenden Kosten nicht realisierbar.

Die aktuellen Studiengebühren hatte die vorhergehende schwarz-gelbe Landesregierung eingeführt. Demnach mussten Studierende an Universitäten und Fachhochschulen seit dem Wintersemester 2006/2007 bis zu 500 Euro pro Semester bezahlen. Gebrauch von dieser Regelung machen zurzeit 31 der 36 öffentlich-rechtlichen Hochschulen und verlangen überwiegend den Höchstsatz von ihren Studierenden. Insgesamt fünf Bundesländer verlangen derzeit Studiengebühren. Die so erhaltenen Einnahmen müssen zur Verbesserung der Lehre und der Studienbedingungen verwendet werden.