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Rösler und Gesundheitsreform: Weiterer Kahlschlag bei Wahltarifen

Rösler und Gesundheitsreform: Weiterer Kahlschlag bei Wahltarifen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/lorenjavier/3599810321/sizes/m/in/photostream/##Loren Javier
So wie die Nachrichten sich häufen für die einfachen Bürger, die man von der Regierung hört, könnte man fast annehmen, dass sie diese Legislaturperiode gar nicht überstehen will.

Jetzt hat unser Gesundheitsminister Rösler, zurück aus dem Urlaub, wieder eine neue Idee geboren: Die Wahltarife sollen im Zuge der Gesundheitsreform für die gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr gelten.

Ab 2011 sollen die Zusatzversicherungen wie Auslandskrankenversicherungen, Einzelbettbelegung und Chefarztbehandlung nicht mehr möglich sein. Das gibt es dann nur noch bei den Privaten Krankenversicherungen. Da konnte man diese „Annehmlichkeiten“ sowieso bekommen.

Laut Auskunft Röslers will man die Grenzen zwischen den privaten und gesetzlichen Krankenkassen besser definieren. Wir können es nicht glauben: Das heißt im Klartext, dass die Marktposition der privaten Krankenversicherer auf dem Rücken der sowieso schon kränkelnden gesetzlichen Kassen gestärkt werden soll.

Wir bringen in Erinnerung: Ab nächstem Jahr steigen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, ein Feiertag wurde schon vor Jahren als Zusatzbeitrag für die Arbeitnehmer gestrichen, und die Kassen können ab 2011 weitere Zusatzbeiträge nach ihrer Wahl erheben. Aber keine Wahltarife mehr, für die sich die gesetzlich Versicherten bisher entscheiden konnten!

Da haben dann die Bürger wieder einmal das Nachsehen, die nicht so hohe Einkommen haben, um zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln.

Bei Schwarz-Gelb weiß man zur Zeit wirklich nicht, wie warm sich die Mittelschicht und die sogenannte Unterschicht noch anziehen muss. Heizkosten werden auch teurer. Und das mit dem Anziehen ist auch so eine Sache, wenn man KiK zu Recht boykottiert.