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Rösler baut Pflegeversicherung um – weitere immense Kosten für gesetzlich Versicherte 2011

Rösler baut Pflegeversicherung um – weitere immense Kosten für gesetzlich Versicherte 2011

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/mrfuse/2060879368/sizes/m/in/photostream/##astuecker
Kaum hat das Parlament die von Rösler vorgeschlagenen Änderungen für die gesetzlich Versicherten durchgepeitscht kommt das nächste Damokles-Schwert!

Wissen eigentlich die gesetzlich Krankenversicherten überhaupt, was da nächstes Jahr an hohen Kosten auf sie zukommt? Zum einen werden die Beiträge erhöht (einseitig nur für Arbeitnehmer!), dann können unbegrenzte Zusatzbeiträge der Kassen erhoben werden. Die Keule ist aber, dass ab 1. Januar 2011 die Krankenversicherten sich durch Vorauszahlungen behandeln lassen können. Das soll der Transparenz dienen.

Ein Riesenschwindel, denn wenn sich ein Patient auf diese „neue Art“ der Behandlung einlässt, bleibt er natürlich auf einem Teil der Kosten sitzen, denn die gesetzlichen Kassen zahlen nur den Anteil, den sie sowieso für eine Behandlung gezahlt hätten. Es wird ab 1. Januar 2011 also schwieriger, wahrscheinlich überhaupt noch einen Arzt zu finden, der nach den Kriterien der gesetzlichen Kassen behandelt und abrechnet. Das Drei-Klassen-System ist perfekt.

Jetzt kommt noch der umfassende Umbau der Pflegeversicherung des Gesundheitsministers Röslers hinzu. Er will eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung einführen. Seine Worte, wer jetzt Geld in die Pflegeversicherung zahlt, spart nicht für sich selbst, sondern zahlt für die Generation, die die Leistung in Anspruch nimmt. Das heißt wiederum einen klaren Abschied von der Solidargemeinschaft. Ein weiteres Stück unseres Sozialversicherungssystems fällt den Schwarz-Gelben zum Opfer. Im Endeffekt zahlt der gesetzlich Versicherte wiederum nur in Form einer Zusatzversicherung vom eigenen Geld in die Pflegeversicherung ein. Das heißt dann „Eigenverantwortung“ im Neu-Deutsch dieser unsäglichen Regierung.