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„Riester Rente“ mal anders

„Riester Rente“ mal anders

16. September 2013

Die Medizin macht heute immer größere Fortschritte. Dadurch gelingt es, viele Krankheiten zu heilen oder zumindest zu lindern. Auch die Menschen werden auf diese Weise immer älter. Dies ist, zum einen ein erfreulicher Fakt, denn lieb gewordene Menschen bleiben einem so länger erhalten. Betrachtet man es jedoch rationell, von der monetären Seite gesehen, so stellt dieser Wandel im Alter der Bevölkerung einen erheblichen Kostenfaktor dar. Zunehmend mehr Menschen sind durch das steigende Alter auf Pflege oder Pflegemaßnahmen angewiesen. Diese Kosten wurden bislang durch die Bundesregierung und die Angehörigen getragen. Experten schätzen jedoch, dass diese Absicherung schon sehr schnell nicht mehr ausreichen wird. Ein Kollaps im Pflegesektor droht.

 

Erhöhung der Pflegeversicherung

Um den ausufernden Kosten in naher Zukunft einhalt gebieten zu können, fokussiert die Bundesregierung eine Erhöhung der Pflegeversicherung. Doch dies allein wird nicht ausreichen, um den monetären Bedarf an Geldern für Pflegeaufwendungen zu decken. Auch hier ist wieder jeder Einzelne gefragt seinen Teil zu leisten, um sich selbst abzusichern. Dabei ist ein neues Konzept, ähnlich der Riester-Rente im Kommen: Pflege Bahr. Ein Großteil der Kosten, die durch die Pflege entstehen sollen so nicht mehr nur primär von der staatlichen Pflegeversicherung getragen werden, sondern zunehmend mehr durch private Vorsorge realisiert werden. Um einen Anreiz zum Abschluss einer solchen Pflegebahr oder Bahrrente zu schaffen, sollen Inhaber einer  solchen Police diese auch steuerlich geltend machen können. In welcher Höhe und wie genau die Rahmenbedingungen dazu aussehen, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt. Sie finden mehr zu Pflege Bahr auch im Internet oder in verschiedenen Magazinen.

 

Was soll die zusätzliche Pflegeversicherung leisten?

Man wünscht sich bei der Bundesregierung ganz sicher einen ähnlichen Erfolg wie bei Bekanntwerden der Riester Rente. Auch damals schlossen viele Bundesbürger eine Police über ihre zusätzliche Rentenabsicherung ab. So soll es nun auch mit der Bahrrente gehen. Auch hier ist man bestrebt, dass sich viele Bürger eine zusätzliche, private Pflegeversicherung leisten wollen oder können, um die Staatskasse in puncto Pflege mehr zu entlasten. So können zudem auch Angehörige einer pflegebedürftigen Personen einen großen Vorteil daraus ziehen, denn reichte das Pflegegeld nicht aus, mussten meist sie bislang die restlichen Zahlungen übernehmen. Doch bleibt die Frage offen, ob sich wirklich jeder diesen Luxus der zusätzlichen Pflegeversicherung leisten kann. Vor allem Geringverdiener oder andere Personen mit einem mittleren Einkommen könnte durch die private Pflegeversicherung noch weniger am Monatsende übrig behalten. Der Gesetzentwurf der neuen Pflege-Illusion liegt bereits zur Klärung und Verbesserung in den Schubladen der Bundesregierung. Wann genau jedoch erste Einzelheiten bekannt gegeben werden, bleibt abzuwarten.