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Restrukturierung des Euro-Rettungsfonds könnte für Deutschland teuer werden

Restrukturierung des Euro-Rettungsfonds könnte für Deutschland teuer werden

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/4nitsirk/4558761886/sizes/m/in/photostream/##4nitsirk
Die Finanzminister der Euro-Länder treffen im neuen Jahr am Montag erstmals zusammen und haben gleich eine schwierige Aufgabe auf dem Plan. Sie müssen über einen stabileren Euro-Rettungsschirm und damit verbunden über eine Restrukturierung des Rettungsschirms beraten.

Der Fonds soll deutlich stärker aufgestellt werden. Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) fordern, dass die Garantiesumme des Fonds deutlich aufgestockt wird. Deutschland und Frankreich haben sehr zurückhaltend reagiert.

Die Bundesregierung lässt keine Zweifel daran, dass sie aktuell keinen Bedarf sieht den Fonds aufzustocken. Im Gespräch ist wohl auch eine Umstellung der Bürgen des Fonds. Künftig könnten nur noch Länder für den Fonds bürgen, die ein Triple-A-Rating haben. Das hätte gerade für Deutschland und Frankreich weitreichende Folgen, da deren Haushalte deutlich stärker belastet würden.

Derzeit umfasst der Euro-Rettungsschirm 750 Milliarden Euro. Aktuell hat lediglich Irland Mittel aus dem Fonds abgerufen. Die Hilfe für Griechenland wurde nicht aus den Mitteln des Fonds sondern separat bereitgestellt. Mögliche Kandidaten für einen Abruf von Finanzmitteln sind derzeit Spanien und Portugal.