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Rentner entfliehen Altersarmut durch Minijobs

Rentner entfliehen Altersarmut durch Minijobs

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/inspiwrit/5097836904/sizes/m/in/photostream/##inspiwrit
Die Wirtschaft boomt, der Aufschwung ist angekommen. So hört man immer wieder euphorische Stimmen von der Regierung und auch der Wirtschaft. Aber wo ist er denn geblieben für die Rentner?

Auch für sie gilt mittlerweile wie für alle Bürger ohne Lobby weniger Netto vom Brutto. Unter Berufung auf ein Schreiben aus dem Bundesarbeitsministerium berichtet die „Main Post“, dass mittlerweile 775.000 Menschen über 65 Jahre (Ende 2009) einer zusätzlichen Beschäftigung nachgehen. Das sind 30 Prozent mehr als noch im Jahr 2003. Die alten Menschen versuchen durch zusätzliche Arbeit der Altersarmut zu entfliehen. Ihnen geht es nicht nur um die Teilhabe am weiteren Erwerbsleben, wie es jetzt von den „Grünen“ zu hören ist. Hier geht es um pure Altersarmut und nicht um Wellness-Reisen nach Mallorca!

Hört man auf die polemischen Sprüche der Politiker, unter anderem tut sich da besonders Philipp Mißfelder, der CDU-Youngster, besonders hervor, so gehe es den Rentnern in der Republik wunderbar. Sie sollten nach dessen Meinung sogar noch mehr abgeben. Abgesehen von dieser unverschämten Kritik, die nur Jung und Alt gegeneinander ausspielen will, sollte man bei den Tatsachen bleiben. Auch bei den Rentnern gibt es immer mehr alte Menschen, die mit ihrer Rente nicht mehr auskommen. Die letzte Rentenerhöhung war eine Verhöhnung derjenigen, die ein Leben lang dafür gearbeitet haben, im Alter ein einigermaßen abgesichertes Leben führen zu können. Vor kurzem fürchteten sich Millionen Senioren noch vor einer Absenkung ihrer Bezüge.

Jetzt beweist sich der Trend zur Altersarmut einmal mehr an Zahlen, die gerade von der Main Post unter Berufung auf das Arbeitsministerium veröffentlicht wurden. Nicht vergessen werden sollte, dass Millionen von Senioren sich ehrenhalber und ohne Geldzuwendungen an vielen Projekten wie z.B. in der Pflege beteiligen. Ohne die „Ehrenamtlichen“ wäre vieles in dieser Gesellschaft überhaupt nicht möglich.