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Rentenreform in Frankreich – Tausende streiken

Rentenreform in Frankreich – Tausende streiken

Die geplante Rentenreform in Frankreich führte erneut zu Streiks im Luft- und Schienenverkehr. Von Seiten der Gewerkschaften wollte man mehrere Millionen Menschen mobilisieren, die auf den Straßen ihren Protest zeigten.

Man ist an den Pariser Flughäfen davon ausgegangen, dass zwischen 40 und 50 Prozent der Kurz- und Mittelstreckenflüge ausfallen. Im Bereich der Bahn sollte es auch zu Ausfällen und Verspätungen kommen.

Die Reformpläne Nicolas Sarkozys stoßen bei der breiten Masse auf Ablehnung. Besonders die Gewerkschaften bezweifeln, dass die Reform sinnvoll ist und mobilisieren deshalb das Volk. Sarkozy sieht bei der Rentenreform vor, dass das Eintrittsalter in die Rente deutlich angehoben wird.

Aktuell kann man in Frankreich nach der Regelarbeitszeit, die bei 40,5 Jahren liegt eine volle Rente erhalten. Das ist momentan im Alter von 60 Jahren. Das Eintrittsalter soll bis zum Jahr 2018 schrittweise auf 62 Jahre angehoben werden. Sollte dann die Lebensarbeitszeit aber nicht ausreichen, um eine volle Rente mit 62 zu erhalten, wird die Altersgrenze bis auf 67 angehoben. Das Höchstalter hat bisher bei 65 Jahren gelegen.