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Renten steigen ab Juli um ein knappes Prozent – trotzdem ein sattes Minus

Renten steigen ab Juli um ein knappes Prozent – trotzdem ein sattes Minus

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/smutjespickles/2810213285/sizes/m/in/photostream/##Niklas Bildhauer
20 Millionen Rentner sollen ab 1. Juli des Jahres 0,99 Prozent mehr Rente erhalten. Anlass zur Freude ist das nun wirklich nicht. Bei einer durchschnittlichen Monatsrente von 900 Euro sind das aufgerundet neun Euro.

Manche Krankenkassen haben mehr als diese Summe bereits seit letztem Jahr als Zusatzbeitrag gefordert. Seit der Festsetzung der Zuzahlungsbeträge für Arzneimittel im September 2010 muss auch hier viel mehr als nur die reine Rezeptgebühr bezahlt werden. Außerdem beträgt die Inflation etwas über zwei Prozent, so dass man diese Erhöhung als ein sattes Minus ansehen kann. Überhaupt noch nicht berücksichtigt sind die gestiegenen Öl-, Heiz-, Strom- und Benzinkosten. Alles in allem geht es den Rentnern trotz Wirtschaftsaufschwungs in Deutschland immer schlechter. Die Renten, nicht nur für die Angestellten in der Zukunft, sondern auch die der jetzigen Rentner sinken immer mehr.

Infolge der deutlich gestiegenen Löhne und Gehälter im letzten Jahr errechnet sich jetzt die so „ansehnliche“ Rentenerhöhung von 0,99 Prozent ab kommendem Juli. Ein Hohn ist es, wenn aus dem Bundesarbeitsministerium verlautet, dass die Rentner damit an der konjunkturellen Erholung beteiligt werden! Man kann es fast als eine Beleidigung auffassen. Auch im Alter als Rentner hat man das Rechnen noch nicht verlernt. Gerade jetzt muss man den Gürtel enger schnallen und immer wieder rechnen, wie man über die Runden kommt.

Alleine die Mitteilung der Rentenversicherung an die Rentner ist vom Arbeitsaufwand und den Kosten höher als die Erhöhung selbst.